BITE THE DRAMATHON

… von der Kunst (Marathon) zu Laufen.

Monat: Juli 2018

Laufen bei extremer Hitze …

Alle Hinweise zu Trainings, oder Tipps dazu, insbesondere Laufen bei extremen Bedingungen (Hitze, Kälte, Regen, etc.) gebe ich aus eigener Erfahrung. Wenn ihr euch unsicher seid, oder wissen wollt wann, welche Belastung bei solchen Bedingungen wie der Hitzewelle, noch “gesund” ist, sprecht das am Besten vorher mit einem erfahrenen Sportarzt ab.

Bei der momentanen Hitzewelle und Temperaturen von mehr als +30 Grad, hier einige allgemeine Hinweise und Tipps zum Laufen im Freien:

ausreichend Trinken!

ausreichend Trinken!

ausreichend Trinken!

und wenn möglich Laufen …

… in den (kühleren) Morgenstunden, oder spät abends,

… im Wald, oder im Schatten,

… mit Herzfrequenz-Uhr/Gurt und auf seinen Maximalpuls achten!

… luftige Kleidung

… gut verträglicher, wasserfester Sonnenschutz

… beim Laufen 600-800ml Flüssigkeit pro Stunde zu sich nehmen

(Die im Internet kursierenden Formeln zur Berechnung seines Maximal Pulses, bzw. Sauerstoffaufnahme und Energieumsetzung sind ungenau und können, wenn überhaupt, nur Anhalts-Werte sein. Individuelle Herzfrequenz-, Energieverbrauchs- und Belastungswerte sind nur durch eine sportmedizinische Leistungsdiagnostik ermittelbar!)

Ich selbst kann aufgrund einer Hautempfindlichkeit nicht lange in direkter Sonne Laufen. Es ist mir in direkter Sonne auch TO HOT HOT HOT! Bei extremer Hitze schwitze ich mehr als sonst, werde schneller kraftlos und mir wird manchmal auch etwas schwummerig 😉 Schon nach 10-15 Minuten habe ich großen Durst. Alles Empfindungen die mir zudem den Spaß am Laufen schnell verderben. Also laufe ich entweder sehr früh morgens, oder spät abends. Auf dem Weg zum Marathon “quäle” ich mich schon genug durch, da brauche ich keine Hitze-Mutprobe!! 😉

Passt auf Euch auf!

 

Mein erster Marathon – Helgoland –

Marathon auf Helgoland am 06. Mai 2017

Was soll das denn sein, ein Marathon auf Helgoland? Eine Nordsee-Insel in der Deutschen Bucht mit einer Fläche von 4,2 Quadrat-Kilometern und ca. 1400 Einwohner*Innen. Eventuell bekannt aus den 70igern durch sogenannte Butterfahrten und günstigen, weil zollfreien Alkohol und …. sonst… nichts?!

Vorab: Mein erster Marathon auf Helgoland gehört zu einem meiner beeindruckendsten und schönsten Erlebnisse in meinem “Läufer-Leben”. Ich werde die Zeit vorher, nachher und vor Allem den Marathon selbst niemals vergessen!

Ausgefallene Gegenden und Events für einen Marathon gibt es viele (z.B. den DRAMATHON in der Speyside / Nordschottland;). Aber Helgoland? Warum gerade dort seinen ersten Marathon laufen?

Am 06. Mai 2017, 8:00 Uhr war es dann soweit. Da standen wir. Lars, Uli, Gunther und ich am Hafenbecken auf Helgoland und warteten auf den Startschuss. Alle vier unbedarfte Lauf-Anfänger. Und es gab wirklich einen echten Startschuss! Ich hatte aus einer Laune heraus die Presse angestupst und so kam dann unverhofft sogar das NDR-Fernsehen dazu und berichtete exklusiv von dem Insel-Marathon und von uns Vieren. Unglaubliche Geschichte, aber wahr! Der Bericht des Schleswig-Holstein Magazins vom 06. Mai 2017 kann hoffentlich bald hier veröffentlicht werden (Anfrage beim NDR läuft, Moderator vor Ort war der sportbegeisterte Moderator Philipp Jeß).

Mit dem Training begannen wir im Mai 2016. Die ersten 3 Monate drei mal wöchentlich quasi “Laufen lernen” mit 15 bis 20 Wochenkilometern. Dann 3 Monate bis zu vier mal wöchentlich 20-30 Wochenkilometer Laufen. Es folgten wieder 3 Monate mit 5 mal pro Woche 30-50 Lauf-Kilometer und dann nochmal eine Steigerung auf 40-70 Wochenkilometern die letzten 3 Monate. In den letzten 3 Monaten stand fast jede Woche ein langer Lauf von 30-35 Kilometern auf dem Programm. 4-6 lange Läufe und dann war es vollbracht. Ungefähr 10-14 Tage vor dem Marathon wurde wie bei den Profis getapert. Das heisst der Laufumgang reduziert sich drastisch auf 2-3 kurze Läufe pro Woche.

Insgesamt kamen in 12 Monaten gut 1.300 Trainingskilometer zusammen!

Viele die meinen der Marathon selbst mit seinen 42,195km wäre der schwierigste Lauf. Weit gefehlt! Es sind die vielen Trainingskilometer und vor Allem die langen Läufe von teilweise mehr als 4 Stunden zu absolvieren … der Marathon ist dann quasi “die Kür” 🙂

 

Warum aber auf Helgoland seinen ersten Marathon laufen und nicht in Frankfurt, Hamburg, Berlin, oder sich einen der Marathons in der näheren Umgebung suchen? Das Laufen selbst anzufangen war eine “Bierlaune” unter einigen Fußball-Fans des SV Darmstadt 98. Aber durch Verkettung (un)glücklicher Umstände 😉 entdeckte ein Freund, dass es auf der kleinen Insel Helgoland seit knapp 20 Jahren auch eine Marathon-Veranstaltung gab. Ich selbst wusste das nicht, obwohl ich 2015 auf Helgoland Urlaub machte. Dass dort überhaupt ein Marathon mit einer Länge von 42,195 Kilometern laufbar ist, konnte ich mir damals nicht vorstellen. Schnell waren die einschlägigen Foren und Websites durchsucht und die Recherchen bestätigten es: Tatsächlich gibt es auf Helgoland jedes Jahr einen Marathon!

Nach unseren damaligen Recherchen fanden wir heraus, dass die Marathon-Strecke ein ca. 8,4km Rundkurs istm, der 5mal gelaufen wird. Die Strecke führt jeweils vom sogenannten Unterland ins Oberland. Es gibt eine heftige Steigung und ein heftiges Gefälle. Die ca. 350 Höhenmeter des Laufs kommen zustande, indem eine ca. 250m lange steile Strasse, genannt der “Düsenjäger”, vom Unterland ins Oberland 5 mal uberwunden werden muss.

Auf der Website der Veranstaltung Helgolandmarathon kann sich bei Interesse genauer informiert werden.

Anfang 2016 stand der Entschluss fest: Wir laufen den Helgoland-Marathon! Auch weil Helgoland selbst eine noch immer relativ naturbelassene, jedoch gut versorgte Urlaubsinsel ist. Die Dünen stehen zum Beispiel unter Naturschutz und auch weitere touristische Bauvorhaben sind für Investoren nicht zu realisieren. Autos sind auf Helgoland nicht erlaubt. Zudem gibt es auf Helgoland eine Zollfreiheit auf viele Produkte und der Lauf  ist auch gut mit einem Kurzurlaub zu verbinden 🙂 In der Vorsaison sind die Unterkunfts-Preise auch noch erträglich.

Es gab nur ein Problem: Wir vier waren alle untrainiert, bzw. Wettkampf unerfahren! Zwar hatte jeder von uns mehr, oder weniger sportliche Vorerfahrungen, doch diese reichten teilweise in die Kindheit, bzw. Jugend zurück 😉 Also hiess es: LAUFEN LERNEN!

Wir meldeten uns für den Helgoland-Marathon im Mai 2016 an, der Marathon fand im Mai 2017 statt. Somit hatten wir genau 12 Monate Zeit für das Training. Es gab im Internet entsprechende Trainingspläne die versprachen, uns von 0 auf 42,195 Kilometer in 12 Monaten zu bringen. Natürlich mit dem Ziel ANKOMMEN…. Also: Let’s Go!

Und es hat funktioniert, wenn auch mit einigen Hochs und Tiefs. Verletzung, Erkrankung und Anpassen des Trainingsplans, etc. Es war im Nachhinein ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Aus heutiger Sicht würde ich von 0 auf 42,195 Kilometern nur empfehlen, wenn der, oder diejenige sich absolut den Strapazen bewusst ist, sich diszipliniert und uneingeschränkt gewillt ist, es zu schaffen! Das Ziel vor Augen und dann den Lauf- und Trainingsplan abarbeiten. Keine Ausflüchte, wie zum Beispiel “Es ist zu kalt, es ist zu heiss, es ist zu nass… ich habe zu wenig Zeit”, etc.

Es gibt kaum Experten die eine Marathonvorbereitung in 12 Monaten empfehlen. Viele gehen davon aus, dass es 2 Jahre Training braucht, bis ein/e Anfänger*In in der Lage ist eine Marathondistanz laufen zu können. Aber man findet 12Monats-Trainingspläne für Anfänger*Innen die das versuchen wollen. Aber alleine das Wort “versuchen” sollte bei diesem Vorhaben ganz schnell aus dem Wortschatz gestrichen werden. Ich will einen Marathon in 12 Monaten schaffen! Nur der Wille, das Ziel selbst, es zu schaffen treibte mich voran. Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat.

Und dann war es soweit. Es hieß Koffer packen und zu viert machten wir uns wenige Tage vor dem Termin mit dem Auto auf den Weg. Von Cuxhafen sind wir mit der Fähre (und ohne Auto) nach Helgoland übergesetzt. Die Überfahrt kostete knapp 50 Euro (Hin- und Rückfahrt) und dauerte knapp 2,5 Stunden. Es gibt auch eine Schnellfähre von Kiel aus die lediglich eine Stunde für die Überfahrt benötigt, jedoch doppelt so teuer ist. Wir wollten das volle Programm 😉

Zimmer hatten wir bereits frühzeitig im Mai 2016 bei der Anmeldung gebucht, was sehr zu empfehlen ist! Die Tage um den Helgoland-Marathon sind die Unterkünfte auf Helgoland oft ausgebucht, bzw. für Kurzentschlossene erheblich teurer.

Alles in Allem waren die zwei Tage vor dem Marathon sehr entspannend. Wir hatten mit dem Wetter Glück. Am Marathon-Tag selbst angenehme +10-12 Grad, etwas Sonne, kein Wind. Die beiden Tage nach dem Marathon war Sonne pur und auch sehr entspannt. Die Beine im Strandkorb baumeln zu lassen und der Blick aufs Meer, die Düne und tausenden von Robben zuzusehen war eine echte Belohnung nach dem Marathon.

... to be continued ...

Trainings- und Lauftipps

In 10 Schritten Läufer*In werden

Step 1: Zieh Dir angenehme Sport-Kleidung und Laufschuhe an und … Los geht’s!

Step 2: Suche Dir möglichst in der Nähe Deiner Wohnung ein gut erreichbares, wenig oder nicht befahrenes “Gelände” (am Besten Wald oder Grünanlage).

Step 3: Setze Dir ein Zeit-Ziel (Empfehlung: mindestens 30 bis maximal 45 Minuten).

Step 4: Laufe sehr langsam los – TRABEN – nicht rennen!

Step 5: Noch bevor Du nicht mehr kannst, oder außer Atem kommst – GEHE einige Minuten.

Step 6: Beende Deine Lauf-Walk Einheiten nach 30 – max. 45 Minuten. Du solltest in den ersten 6-8 Wochen während und nach dem Laufen NIE völlig außer Atem sein!

Step 7: Mache solche “Wohlfühl-Läufe” mindestens 2-3 x pro Woche und achte darauf wie Du Dich fühlst. Vermeide ein Auspowern! Laufe nie in die Erschöpfung hinein.

Step 8: An einem Tag pro Woche kannst Du je nach Lust und Laune 30-60 Minuten Radfahren, Schwimmen, Yoga, Gymnastik – oder irgendeine alternative sportliche Aktivität – machen.

Step 9: Wenn Du mind. 30 – 45 Minuten durchgehend, ganz locker und langsam laufen kannst (sollte nach ca. 6-8 Wochen gut funktionieren), setze Dir ein neues Zeit-Ziel. Erfahrungsgemäß sind 60 Minuten angemessen. Achte immer darauf langsam zu Laufen und noch bevor Du Dich verausgabst Gehpausen zu machen.

Step 10: Nach ca. 3 Monaten Lauf-Training (3 x pro Woche) solltest Du den Einstieg geschafft haben! Deiner Lauf-Karriere steht nun nichts mehr im Weg!

... to be continued ...

 

Review THE DRAMATHON 2018

THE DRAMATHON  – The Speyside Single Malt Marathon – fand am 20. Oktober 2018 im Norden Schottlands – in der Speyside bei Dufftown – statt. Die Strecke von insgesamt 42,195 Kilometern (Full Marathon Distance) verlief quer durch die Speyside und führte von der Distillery Glenfarclas zur Distillery Glenfiddich.

DRAMATHON setzt sich aus dem Wort DRAM (= ein Glas mit 2cl Whisky) und MARATHON zusammen 😉 witziger und passender Begriff für einen Marathon im Norden Schottlands. Das “Wasser des Lebens” (Uisge Beatha), wie die Schotten ihren Single Malt Whisky poetisch nennen, hat dort sein Zuhause 🙂 Ich hoffte vor dem Marathon nur, dass es kein DRAMA wird. Aber ich kann stolz mitteilen:

Es wurde kein Drama und ich habe gefinished 🙂 !

Die Marathon Strecke startete an der Distillery Glenfarclas und verlief größtenteils entlang des Speyside Way’s. Vorbei an zahlreichen Whisky-Distillen und entlang des Flusses Spey, war es nach Helgoland wieder ein ganz besonderer Marathon, nur diesmal etwas mehr Trail. Das Ziel befand sich auf dem Gelände der Distillery Glenfiddich (in der Nähe von Dufftown).

Keine Panik! Es bestand weder vor, während, noch nach dem Lauf eine Alkohol-Pflicht 🙂

Es wurde die offizielle Marathon-Distanz von 42,195km gelaufen.

Alle weiteren Informationen (Infos, Strecke, Registrierung, etc.) findet Ihr unter THE DRAMATHON. Meinen ausführlichen Laufbericht gibt es in wenigen Tagen!

Warum einen Marathon in Schottland?

Weil ichs kann 😉 Spass beiseite… Viele stellen mir die Frage warum gerade nach Schottland in die Speyside reisen um den zweiten Marathon zu Laufen? Gibt es doch in Good old Germany und gerade auch in Hessen genügend Marathon-Events die schneller erreichbar und auch populärer sind…

Versuch einer Erklärung: Als ich im Jahr 2015 mit meiner Familie knapp 5 Wochen Urlaub in Schottland machte, war nicht nur ich irgendwie “geflasht” von dem Land, der Kultur, den Sehenswürdigkeiten, den Menschen und als Whisky-Fan natürlich von den vielen meist alten Whisky-Distillerien sehr begeistert.  Ich laufe seit knapp 3 Jahren ambitionierter und regelmäßiger und nehme seither regelmäßig an verschiedenen Lauf Veranstaltungen (5 bis 21 Kilometern) teil. Whisky und im Speziellen Schottischer Single Malt war und ist seit vielen Jahren mein Hobby. Ich saufe nicht, ich genieße es mehrmals im Jahr in gemütlicher Runde mit Freunden, oder auf Whisky-Tasting-Events mich diesem köstlichen Getränk hinzugeben und dabei neben der Herstellung, auch immer wieder etwas über die Geschichte von Schottland zu lernen. Denn Whisky und im Speziellen der schottische Single Malt, seine Herstellung und der Genuss, hat ganz viel mit der Schottischen Historie und der schottischen Kultur zu tun. Single Malt Whisky ist für mich eines der wenigen natürlichen alkoholischen Genuss-Getränke. Zudem lagert die eine oder andere “Sammelflasche” bei mir sicher verpackt im Keller 🙂 Kurz gesagt, mir gefällt es neue Wege auch beim Laufen zu entdecken.

Zur Popularität von Stadt-Marathons nur ein Wort: MASSENVERANSTALTUNG! Lauf-Großveranstaltungen mit tweilweise 40-70 tausend Teilnehmer*Innen sind sicherlich auch etwas ganz Besonderes, aber reizen mich als Läufer eher weniger. Ich sehe mir solche Spektakel lieber im Fernsehen an, als mich durch die Menschen-Massen durchzuquälen.

Warum Schottland: Unsere Familien-Rundreise führte uns damals (mit eigenem Auto!) mit der Fähre von Calais über die Nordsee nach Dover. Die anschließende Fahrt von gut  800 Kilometern, an London vorbei, über Leeds und dann entlang der Ost Küste nach Edinburgh war sehr beeindruckend. Die Reise-Strecke war für sich alleine genommen ein tolles Erlebnis. Unser erstes Bed&Breakfast in Leeds, die zwei Tage in Edinburgh und dann entlang der Küste in den Norden nach Aberdeen durch die Speyside nach Elgin, die vielen Besichtigungen von Schlössern und Seen, Loch Ness, Inverness, unser Ferienhaus in Tomintoul, dann 3 Tage Isle of Sky, zur Distillery Talisker und nach gut 3 Wochen zurück durch die Hybriden und durch die Highlands zum Ben Nevis, Abstecher nach Oban, 2 Nächte Glasgow und wieder zurück durch den Süden von England nach Dover und Calais. Eines der großartigsten und schönsten Urlaubs-Erlebnisse, welches ich nie vergessen werde. Mitgenommen hatte ich damals neben dem ein oder anderen Dram Whisky 🙂 den festen Entschluss, nicht das letzte Mal nach Schottland gereist zu sein. Besonders beeindruckt hatte mich die Nordsee-Küste mit den wunderschönen Städten Elgin, Inverness, sowie die schönen Strände bei Lossiemouth und dem “Strand-Geheim-Tipp” bei Findhorn 🙂

Aber das soll hier kein Reisebericht werden… nur soviel: Als Mitte 2017 mein Freund und Laufpartner auf einen Marathon in der Speyside, dem “Whisky-Marathon” genannt “THE DRAMATHON“, hinwies, sagte ich nach kurzer Recherche “Lass uns den als nächsten Marathon laufen”! Gesagt, getan! Und so ist es dann passiert. Wir vereinbarten daran teilzunehmen. Da es für den ersten DRAMATHON (im Oktober 2017) keine Tickets mehr gab nahmen wir unser nächstes Marathon-Projekt “THEDRAMATHON 2018” entschlossen in Angriff.

Die Tickets für den DRAMATHON wurden am 01.12.2017 um 0:00 Uhr zum Online-Verkauf eingestellt und waren nach wenigen Tagen ausgebucht! Zwei Tickets haben wir uns geschnappt und der Marathon konnte kommen. Und so verknüpfen sich bei mir quasi drei Leidenschaften – Schottland – Whisky und Laufen – that’s it!

Am 20.10.2018 um 10 Uhr war es dann soweit. Der Startschuss fiel an der Distillery Glenfarclas. Ich freute mich riesig auf den Marathon und auf die insgesamt 7 Tage Schottland. Zu einem solch spektakulären Trail-Marathon mit meinem besten Lauf-Partner ever zu reisen war und bleibt etwas ganz Besonderes!

Mein 6-monatiges Training begann am 01. März 2018, genau zwei Monate früher. Zum Einen wusste ich aus meiner ersten Marathon Vorbereitung, dass ich etwas mehr Zeit brauche, andererseits kann immer etwas dazwischen kommen. Meine Erfahrungen mit Krankheit, Verletztungen und mehr Erholungszeit sind mir noch in guter Erinnerung. Gut 4 Wochen vor dem Marathon kurierte ich eine kleinere Grippe aus, konnte jedoch beruhigt den letzten 3 Wochen Vorbereitung entgegen sehen. Die letzten 15 Trainingseinheiten mit insgesamt knapp 180 Kilometern in gut 4 Wochen und nur noch zwei lange Trainingsläufe verliefen gut. Da es in Schottland ein Trail-Marathon war, musste ich den Gedanken an eine persönliche Marathon-Bestzeit schnell vergessen.  Nach Helgoland wird es wieder ein langer schöner Lauf 😉  Wer einen Marathon mit persönlicher Bestzeit und viel Trubel laufen will sollte sich hierzu besser einen der Stadt-Marathons, wie zum Beispiel Frankfurt, Berlin, New-York, Kopenhagen, etc. aussuchen. Einen Marathon auf Straßen-Asphalt mit wenigen bis gar keinen Höhenmetern, oder einen Trail-Marathon mit mehreren hundert Höhenmetern, auf Wald-, Feld- und Wiesen-Wegen zu laufen sind ganz unterschiedliche Voraussetzungen und weder von der Zeit, noch mit der Intensität zu vergleichen. Eluid Kipchoge der Marathon-Weltrekordinhaber von Berlin 2018 hat nach seinem Weltrekord-Lauf gesagt: “Wenn ich so glücklich bleibe wie ich es jetzt bin und tatsächlich auch noch 70 Jahre alt werde, würde ich schon gerne testen, ob ich es in diesem Alter noch schaffe, einen der großen City-Marathons zu finishen. Von mir aus die 42,195 Kilometer dann auch in zehn Stunden. Ich will einfach immer nur auf die Strecke und laufen.” Eine gute Einstellung und eine Aussage die für mich schon als 57 Jähriger gilt 😉 Eventuell laufe ich ja auch noch mit 70 Jahren und dann kann Frankfurt oder Berlin gerne kommen 🙂

In der schottischen Speyside einen Marathon zu Laufen ist ein ganz besonderes Lauf-Erlebnis. So oder so…mein Freund hat es auf den Punkt gebracht: “Für schnelle, oder Bestzeit-Marathons sollte man sich weder Helgoland, noch Schottland aussuchen.” Jeden einzelnen der 42,195 Kilometer haben wir “genossen”  – Wir haben unseren gemeinsamen Marathon Kurzurlaub  hinter uns. Wir sind gemeinsam den Marathon, wenn auch in unterschiedlichen Zeiten, gelaufen, haben gemeinsam gefinished und es uns danach gut gehen lassen. Was will das Läuferherz mehr? 🙂

Die eine und andere Sehenswürdigkeit in der Speyside, die Highlands, das Links-Fahren, Besuche in Distillerien, Fish and Chips und den einen oder anderen Dram mit einem schottischen Ale nach dem Lauf werden in guter Erinnerung bleiben. Ob es weitere (gemeinsame) Lauf-Events geben wird? We will see!

...to be continued

 

 

 

 

 

 

 

 

Was sind Laufschuhe?

Grundsätzlich könnt Ihr mit jedem Sportschuh auch Laufen, oder Joggen. Wer aber nur einmal einen speziell fürs Laufen entwickelten ‘Laufschuh’ ausprobiert hat, wird keine anderen Schuhe zum Laufen anziehen wollen.

Glaubt man den Sport- und Physio-Experten, so haben speziell für den Laufsport entwickelte Schuhe enorme Vorteile, insbesondere bezüglich der Lauf-Ergonomie. Zudem sollen sie den gesamten Bewegungsapparat (Sehnen, Bänder, Gelenke, etc.) beim Laufen besser unterstützen und somit langfristig >>gesünder<< sein.  Wer den Unterschied noch nicht kennt sollte sich im Fachgeschäft beraten lassen und einfach mal einen Laufschuh ausprobieren. Gute Sport-Fachgeschäfte haben solche Angebote, bzw. bieten eine Rücknahme für Laufschuhe, wenn diese nicht das halten was versprochen wurde, oder einfach nicht gut passen. Als ich meine alten Sportschuhe gegen neue Laufschuhe austauschte, war der erste Lauf mit neuen speziellen Lauf-Schuhen ein unbeschreibliches Aha-Erlebnis. Ein weiterer Nebeneffekt: Das Laufen hat mir viel mehr Freude gemacht als mit meinen alten Tretern 🙂

In meinem Blog berichte ich auch über meine Erfahrungen mit Laufschuh-Modellen. Immerhin waren es bei mir in nur 3 Jahren ca. 10 Paar Lauf-Schuhe! Aktuell gibt es einen Kurz-Bericht über meine aktuellen Hoka one one – Modell Clifton 5. Hinweis: Gerne teste ich neue Laufschuhe 🙂 – Fußlänge 28,5cm/maximal 29cm! 🙂

Tipp 1: Da die Preise für aktuelle Laufschuh-Modelle schon mal zwischen ca. 120  bis ca. 200 Euro liegen können, schaut Euch ggf. auch nach Vorgänger-Modellen um. Ihr bekommt oft für wesentlich weniger Geld ebenfalls gute bis sehr gute Laufschuhe. Gerade für (Wieder-) Einsteiger*Innen in den Laufsport eine Alternative. Wenn Ihr am Laufen dauerhaft Freude haben solltet, dann wird es sowieso nicht bei nur einem Paar Laufschuhe bleiben…  🙂

Tipp2: Lasst Euch von Lauf-Erfahrenen Sportlern beraten. Am Besten im Lauf-Geschäft eures Vertrauens, bzw. in eurer Stadt/Region. Eine Laufanalyse auf einem Laufband ist ebenfalls eine gute Möglichkeit von Beginn an seinen Laufstil genauer zu analysieren und einen ersten guten Laufschuh zu finden. Nebeneffekt: Ihr werdet bald mitreden können bezüglich Pronation, Sprengung, Toe-Box, Profil, etc. 😉

Tipp 3: Internet Bestellungen sind ok, aber rechnet auch mit dem einen, oder anderen Fehlkauf! Einige (unabhängige) Lauf-Schuh-Tests im Internet sind ebenfalls gute Informationsquellen.

Hoka one one Clifton 5

Vorneweg: Gute Dämpfung, leichtes Gewicht, angemehmes Tragegefühl.

Als “schwererer Läufer” suche ich oft nach Laufschuhen die zum Einen eine gute Dämpfung mitbringen, gut abrollen, geringere Sprengung aufweisen und trotzdem “stabil” bleiben.

Meiner Erfahrung nach bietet das der neue Hoka Clifton 5. Zudem ist das Mesh-Material atmungsfreundlich, die Füße bleiben auch nach längerem Lauf trocken.

Anmerkung: Die Schuhe benötigen meiner Erfahrung nach gutes Einlaufen. Beim ersten Lauf etwas enges Laufgefühl. Nach 2 bis 3 ca. 10km Läufen sitzt der Cl5 wie angegossen 🙂 Sehr angenehm, jedoch auch nach gut 60km kein “schwammiges” Lauf-Gefühl. Meiner Meinung nach ein rundum gelungener Laufschuh.

Verschluss: Schnürung – Gewicht:532 g (pro Paar in mittlerer Größe) – Sprengung 5 mm

Hoka Website

 

Online Flohmarkt

…hier geht’s zum Online Flohmarkt

Online Flohmarkt

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén

Translate »