Zugegeben, im Nachhinein war es keine gute Idee von mir den neuen Saucony Xodus ISO 3 beim letzten langen Lauf (32k) in der Marathonvorbereitung “auszuprobieren”! Aber ich war vor dem Marathon ein bisserl spät mit der Schuh-Wahl, andererseits hatte ich aber auch höhere Ansprüche an einen neuen (Trail)- Schuh. Dieser sollte straßentauglich sein und mich sicher durch die Marathonstrecke  in Schottland (siehe THEDRAMATHON) (er)tragen 😉

In die engere Auswahl hatte ich an den Brooks Caldera(2), Hoka Speedgoat 2 und an den Xodus ISO 3 von Saucony genommen. Da zu dieser Zeit keiner der genannten Schuhe in den Laufläden vor Ort vorrätig waren, bekam ich dann den New Balance MThiery3 “verkauft”. Leider musste (konnte!) ich diesen umtauschen. Dieser Tausch in den Brooks Caldera war ein echtes Glück (siehe Laufbericht). Aber zurück zum Saucony Xodus ISO 3. Ich hatte mir den Xodus ISO 3 online bestellt, quasi zur “Sicherheit” falls ich keinen anderen Trail-Schuh in den nächsten 3 Wochen bekomme. Einlaufen wollte und musste ich den neuen Schuh auch noch…

Der Xodus kam dann eine Woche nachdem ich den Caldera 50km gelaufen war (siehe Test). Ich sage Euch…der Xodus ISO 3 ist ein echt “aggressiver” “bomben-sicherer” Trail-Laufschuh  🙂 Ich werde den Schuh in jedem Fall behalten! Aber nach einem langen Lauf musste ich leider feststellen, dass der Xodus ISO 3 für mich auf langen Strecken nicht gut funktioniert 🙁 Aber dazu später mehr…

Der Xodus ISO 3 sitzt uneingeschränkt perfekt am Fuß. Der Einstieg ist etwas schmal, aber ein Schuhlöffel und man flutscht geradezu in den Schuh. Er sitzt auf Anhieb wie ein guter Hausschuh und wie ich das von Saucony bisher gewohnt bin. Zudem hatte ich sofort ein sicheres Gefühl.

Das Saucony eigene “Everun Dämpfungsmaterial” ist bei dem neuen Xodus ISO 3 komplett und nicht nur in der Laufsohle, verbaut. Das macht den Schuh stabiler, gedämpfter, jedoch auch 60-80 Gramm schwerer (ca. 360g). Die Sohle selbst ist rundum Trail-geeignet. Wie ich bei meinem ersten Lauf festgestellt habe, sorgt die Art “Krokodil-Zahn Außensohle” für ordentlich Grip auf Wald-, Feld- und Asphaltwegen.

Der Schuh ist trotz des stabilen Aufbaus inkl. einem eingebauten Fersenstegs sehr bequem, flexibel und geht bei jeder Unebenheit mit. Und genau das ist es was dem/der ungeübten Trail-Läufer*In eventuell Probleme bereiten könnte. So jedenfalls erging es mir. Die ersten 10-15 Kilometer absolut angenehm und sicher zu laufen. Weitere 5 Kilometer und ich bemerkte plötzlich minimales Stechen in beiden äußeren Fußgelenken. Besonders im rechten äußeren Fußgelenk wurden bei fast jedem Auftreten auf unebenem Gelände der stechende Schmerz schlimmer. Ich bemerkte besonders am rechten Fuß ein unangenehmes Abknicken des Fußes zur Innenseite (Überpronation), die der Schuh nicht ausgleicht. Das Stechen wurde manchmal so schlimm, dass ich mehrere Gehpausen einlegen musste um nicht umzuknicken und um das Gelenk etwas zu schonen. Einerseits kann das auch an der höheren Lauf Belastung der Tage zuvor gelegen haben und der Fuß (Fußgelenke) ware schlichtweg überlastet. Andererseits erfordert der Schuh eventuell eine geübtere sauberere (Trail-) Lauftechnik über die ich (noch) nicht verfüge. Wie auch immer, zum Ende der 30 Kilometer hatte ich Schmerzen in beiden Fußgelenken, was ich bisher so nicht kannte.

Ich werde den Xodus ISO 3 jedoch behalten und bei kürzeren Strecken bis ca. 15km Laufen, besonders wenn es nass und rutschig wird. Stabilere Fußgelenke sind wohl angesagt!

…to be continued