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Trailschuhe NB MThiery3

Testbericht New Balance MTHIERY3

Nach zwei Läufen (18k und 14k) kann ich zwar eine allgemeine positive Bilanz ziehen, jedoch hat der Schuh für mein Vorhaben einen (Trail-)Laufschuh für den anstehenden Marathon zu finden, leider nicht funktioniert (siehe unten).

jedoch kurz gesagt:

  • gute Schnürung
  • angenehmes Tragegefühl
  • guter Grip auf Wald-, Feldwegen und Asphalt, sicheres Laufgefühl
  • gute Dämpfung, gerade für mittel bis schwerere Läufer*Innen
  • Füße bleiben trocken
  • Preis ok

Aber der Reihe nach.

Auf der Suche nach einem Trailschuh für den THEDRAMATHON am 20.10.2018 in Schottland, ließ ich mich in einem Lauf Fachgeschäft beraten. Nach der Anprobe von drei mir bekannteren Trailschuhen (Saucony Peregrine, Hoka Speedgoat 2 und Brooks Caldera 2) kam der Verkäufer mit dem New Balance MTHIERY3 an. Anprobiert, 30min durch den Laden, auf die Strasse und mitgenommen.

Der Einstieg in den Schuh erfolgt über eine Art “Stretch-Socke”. Einstiegshilfe erfolgt mit der gut greifbaren Lasche oberhalb der Ferse.

Gedacht ist dieser Stretch um den Knöchel einerseits zu schützen und das Eindringen von groben Schmutz, oder Steinchen in den Schuh zu verhindern.

Da ich ein eher schwererer Läufer bin, benötige ich gute Dämpfung. Sowohl im Fersenbereich, als auch in der Mittelsohle. Das erfüllt der MTHIERY3 vollkommen. Zudem wird die FreshFoam Mittelsohle verbaut, was zusätzliche Dämpfung auch für längere Distanzen und zudem trockene Füße gewährleisten soll. Auch das funktionierte mehr als 12-15km einwandfrei 😊

Für ordentlichen Gripp sorgen zig kleine quarderähnliche Stollen auf der Vibram-Sohle. Auf feuchtem, oder matschigem Untergrund konnte ich das noch nicht testen, aber auf Schotter, oder sog. “Horse Trails” im Wald, bieten die Schuhe ordentlich Halt. Ich hatte bei dem Lauf nie das Gefühl weg-, oder wenns mal sehr uneben wurde, wegzurutschen, oder seitlich “umzuknicken”. Der Schuh machte jede Unebenheit sehr gut mit. Schmerzen in den Fuss-, oder Kniegelenken waren weder während des Laufs noch danach festzustellen.

Die Schnürung erfolgt klassisch über Schnürsenkel. Hier würde ich mir eine Möglichkeit wünschen diese am/im Schuh verstauen zu können.

Die Toe-Box ist breiter, also top geeignet für mittlere bis breitere Füsse. Für mich sehr passend, aber das muss jeder ausprobieren.

Die Sprengung beträgt 8mm, was für solch einen bequemen Schuh durchaus in Ordnung ist. Ein “Speed-Trail-Schuh” ist der MTHIERY3 nicht!

Der Schuh hat ein Gewicht von gut 330g. Alles in Allem ist der MTHIERY3 für kraftvolles, aber auch  gemütliches Trail-Traben sehr gut geeignet.

Das Obermaterial (weichere gelackte Membran) ist im vorderen Bereich flexibel und besitzt Micro-Schlitze. Ich finde der Schuh ist gut belüftet. Wenns mal feucht wird, soll der Wassereintritt reduziert sein, etwas Regen soll dem Schuh und dem Fuß nichts ausmachen ..will see … Zum Mittelfuß hin wird der Schuh für meine Bedingungen etwas zu eng, bzw. zu stabil, aber anfangs ist das stabile Gefühl sehr angenehm.

Hier nochmal ein Blick auf die “Stollen”, welche auch auf Asphalt nicht zu spüren sind.

Es gibt den Schuh in den Farben Neon Gelb, Neon Grün, Grau und Schwarz.

UVP ist 139,95€, aber gesehen hab ich ihn auch für ca. 120€ im Online-Handel. Schaut selbst, ob er für eure Bedürfnisse passt.

… to be continued

Update: Da ich bei einem zweiten Lauf mit den MThiery3 nach ca. 15-18k immer stärkere Schmerzen am Außenrist rechts bekam (ist u.a. auch anatomisch bedingt), musste ich die Schuhe wechseln. Die restlichen 14k bin ich mit dem Saucony Triumph ISO 3 ohne Probleme zu Ende gelaufen. Dieses Problem liegt nicht an den Schuhen! Da die Mittelsohle tiefer in den Schuh eingearbeitet ist und der Sohlenrand etwas höher gezogen ist (zum Schutz) hat der permanente stabile bis feste Druck an der Außenseite des Mittelfußes eine Reizung meines Außenristes verursacht. Da ich mir nicht vorstellen konnte die Schuhe weiterhin über lange Distanzen und schon gar nicht zum Marathon in 3 Wochen tragen zu können, entschloss ich mich schweren Herzens die MThiery3 umzutauschen. Meine Wahl viel auf den Brooks Caldera 🙂  – und dieser Schuh ist ein echtes Highlight! 30k Lauf ohne irgendwelche Probleme! -> siehe Bericht Brooks Caldera

Halbmarathon “Halber Heiner” in Darmstadt

Lauf-Event „Halber Heiner“ am 02.09.2018 in Darmstadt (Südhessen)

Organisation

Siehe Veranstalter/Vereins-Homepage unter http://darmstadt-halbmarathon.de

  • Anmeldung: Online-Anmeldung über die Homepage und RaceResult. Anmeldungen waren bis ca. 20 Minuten vor dem Lauf in Startnähe noch möglich!
  • Startnummern: Rechtzeitige Ausgabe der Startnummern vor Ort. Keine Wartezeit. Sehr übersichtlich!
  • Start- und Ziel: Memoryfield in Darmstadt, Bezirk Heimstättensiedlung, Baseballfeld
  • Kommunikation und Betreuung: An jeder Abzweigung und im Start-/Zielbereich Betreuer*Innen. Gesamt gemeldete Teilnehmer*Innen: 244, davon 172 Läufer*Innen für die 21,1km, 67 für die 10km und 2 Staffeln.

Strecke/n

  • Länge: Halbmarathon 21,1 km (“Halber Heiner”), Staffellauf Halbmarathon und 10 km
  • Beschaffenheit: 30% grober Asphalt, 40% geschotterte Waldwege, 30% Waldboden mit stellenweise Wurzeln und lockerer Boden (kurze “Wald-Trails”). Eine kleine Erhebung nach ca. 5km von ca. 45 Höhenmetern.
  • Versorgung: Alle 3-5km Wasserausgabestellen. Gut betreute Streckenposten an den Abzweigungen. Im Ziel gibt es Wasser, Tee, alkoholfreies Bier.

Ergebnisse

  • Siegerehrung: Die Siegerehrung (die ersten 3 Plätze der Altersgruppen) wurde ca. 3 Stunden nach dem Start feierlich auf schön dekorierten Bühnen-Podesten durchgeführt.
  • Urkunden: Ergebnisse und die Urkunden standen noch am gleichen Tag online zur Verfügung. Einziges Manko, die Streckenlänge wurde nicht mit ausgedruckt (wird eventuell nachgeholt). Link zum Urkundenausdruck 2018:        Zu Ergebnissen “Halber Heiner”von RaceResult

RACE:DAY

Wer kennt das nicht? Kurze Zeit vor dem Start am sogenannten Race:Day ist die spannendste Zeit für viele Läufer*Innen.

Manchmal breitet sich gar eine Art “Lampenfieber”, wie vor einem Auftritt vor Publikum, aus. Verständlich, denn ein Wettlauf ohne Publikum kommt eher selten vor. Bei manchen ist die Aufregung mehr, bei Anderen weniger stark ausgeprägt. Während die einen erst anreisen, Ihre Kleidung und Ausrüstung checken, laufen sich andere bereits warm, wiederum andere entspannen sich, oder plauschen mit anderen Läufer*Innen. Ein letzter Gang zur Toilette gehört ebenfalls dazu.

Die letzten Stunden vor dem Start sind bei jedem Wettlauf eine ganz besondere Zeitspanne. Auch, weile viele Läufer*Innen Wochen, Monate, oder gar Jahre auf diesen einen Lauf hin trainiert haben.

Wer diese relativ kurze Zeit vor dem Lauf genießen kann und sich freut, dass es endlich los geht gehört zu den Glücklichen. Aber was tun, wenn dann doch mal der Magen, oder Darm verrückt spielt, oder man öfter als normal austreten muss (so bei mir!), der Durst mehr ist als sonst, die Atmung beschleunigt ist, oder man so gut wie nichts von der (manchmal schönen) Umgebung mitbekommt? Tunnelblick gefällig? 😀

Das hört sich alles andere als nach Vorfreude an. Aber auch das gibt es. Für einige ist diese Zeit vor dem Start sogar die schlimmste Phase vor einem Wettlauf… das muss aber nicht so sein!

Während Einige Läufer*innen sehr früh in die Nähe des Startbereichs gehen, kommen andere erst kurz vor dem Start hinzu. Einige begeben sich frühzeitig an ihren gewohnten Startbereich, andere stellen sich ganz hinten an. In den Stunden vor einem Wettlauf gibt es ganz unterschiedliche, teilweise skurile Verhaltensweisen. Die Erfahrung spielt gerade bei Wettlauf-Veranstaltungen eine sehr große Rolle. Aber was tun, wenn Dich dann doch die “Läufer-Panik” überkommt, oder Du Dich so unwohl fühlst, dass Du lieber gleich wieder umdrehen möchtest und Dich nach Deiner so geliebten Hausrunde sehnst?

Lampenfieber?

Meiner Erfahrung nach kannst Du diese Art “Lampenfieber” vor einem Rennen etwas lindern, wenn Du Deine bisher funktionierende Routine kennst und auch vor einem Rennen weitgehend einhälst. Nimm Dir also Zeit für Deine Vorbereitung, so merk-würdig diese auch anderen erscheinen mag. Sorge dafür, dass Du alle formalen Wettkampf-Vorbereitungen (Anmeldung, Startnummernausgabe, Ausrüstungs-Check, etc.) rechtzeitig, wenn möglich am Vortage, erledigt hast. Denn am Wettkampftag geht es nur um Dich! Meide möglichst störende Einflüsse, ungewohntes Essen, oder nervende Situationen, oder versuche Dich abzulenken und damit den Trubel um Dich herum auszublenden. Wer es jedoch mag sich in die Menge zu begeben und sich so ablenken kann, soll das tun. Eventuell hilft auch reden. Spreche andere Läufer*Innen an, eventuell kennst Du auch andere Teilnehmer*Innen? Wenn Du möchtest halte Dich bei den “Profis” auf. Da hört man oft so allerlei, auch über Wehwehchen … 😉

Etwas Mentales: Der sog. Tunnelblick ist eine Möglichkeit den Trubel um sich herum, zumindest für eine kurze Zeit, komplett auszublenden und ganz für sich zu sein. Such mit deinen Augen eine für Dich angenehme Stelle. Das kann ein Baum, ein Berg, ein Haus, ein Mensch, oder irgendein Gegenstand in der Nähe sein. Hauptsache Du fühlst Dich bei dem Anblick ruhig und gut. Lass deinen Blick in die Ferne schweifen, oder an allen anderen vorbei schauen. Viele bezeichnen das auch schon als Fokussieren 😉 Meist ohne direkten Blickkontakt mit anderen. Schau genau hin, wenn Dich etwas interessiert. Was siehst Du, eventuell gibt es beruhigende Farben und das Gesehene erinnert Dich an etwas Schönes? Frag Dich, ob Du die Aussicht von irgendwoher kennst…? Sind Geräusche in der Umgebung die Dir gut tun (Zum Beispiel Musik). Atme stets tief und ruhig ein und aus. Sobald Du merkst, dass Du ruhiger wirst ist alles ok. Es gibt nun nichts mehr zu tun. Du hast alles was Du konntest getan. Du bist gut vorbereitet. Du läufst und nichts und niemand kann Dich daran hindern.Wer möchte kann sich im Gedanken die Strecke, oder den Zieleinlauf ausführlich vorstellen.

Wenn es irgendwo zwickt oder zwackt schau sofort nach, richte alles noch einmal wenn es Dich beruhigt. Atme bei allen Aktivitäten stets tief ein und vollständig aus. Wenn Du Lust hast bewege Dich. Lockere Deine Muskeln, Deine Gelenke. Strecke Dich, wenn Dir danach ist. Trinke kleine Schlucke Wasser, wenn Dir das gut tut. Laufe Dich ein, wenn es Dir danach ist. Rede mit anderen, wenn Du das möchtest. Wenn Du verspürst, dass Du zur Toilette musst, dann tu das sofort, unmittelbar. Schiebe nichts hinaus. Dann gehe 10-15 Minuten vor dem Start ruhig und konzentriert zum Startbereich. Suche Dir einen Startplatz an dem Du Dich gut fühlst. Ganz hinten, oder mittendrin. Es spielt keine Rolle wo Du losläufst. Bedenke, wenn Du ganz nach vorne gehst wird es Dein schnellster Lauf! 🙂 Wenn Du ganz bei Dir bist, wirst Du den Start entspannt und mit großer Freude erleben. Dein Lauf wird wunderbar! 🙂

Empfehlungen von erfahrenen Sportler*Innen:

  • Vor langen Wettläufen bis ca. 2-3 Stunden vor dem Lauf eine leichte, aber kohlenhydrathaltige Mahlzeit (ein Butterbrötchen, Müsli, Smoothie, Nudel-Suppe, etc.) zu sich nehmen.
  • Bis 2 Stunden  vor dem Wettlauf noch ausreichend Flüssigkeit (Wasser, Tee) trinken, dann bei Bedarf nur kleine Schlucke Wasser bis max. 15 Minuten vor dem Start.
  • Sich bis ca. 20 Minuten vor dem Start insgesamt 15 – 20 Minuten langsam laufend aufwärmen.
  • Leichte Stretching Übungen in das Einlaufen einbauen.
  • Muskulatur lockern.
  • Ruhig und tief atmen.
  • Kurz Meditieren wer das mag, bzw. kann.
  • Lieblings-Musik hören.
  • Mit Laufpartner*In unterhalten.

Grundsätzlich sollte jede/r Läufer*In den RACE:DAY nicht überbewerten. Nach einigen offiziellen Wettläufen legen sich die meisten Unsicherheiten und die Aufregung vor dem Start lässt nach. Es stellt sich eine gewisse Routine ein. Wer natürlich Ambitionen verspürt auch mal auf dem Siegertreppchen stehen zu wollen, hat es meiner Einschätzung nach immer schwerer. Es geht um Leistung, die Wettkampf-Zeit, den direkten Vergleich, oder gar um den Streckenrekord. Aber das ist ein ganz anderes Thema …

Sportmedizinische Leistungsdiagnostik

Eine Sportmedizinische Leistungsdiagnostik soll die einzige sport-medizinisch- und wissenschaftlich anerkannte Möglichkeit sein, den körperlichen Leistungs-Stand zu ermitteln und eine fachärztlich anerkannte Empfehlung für ein optimales körperliches (Leistungs-) Training abzugeben. Zudem verlangen immer mehr Veranstalter, dass zur Anmeldung ein ärztliches Attest vorgelegt wird, welches die gesundheitliche Eignung für die Teilnahme an einem “Lang-Lauf-Wettbewerb” (Marathon, bzw. Ultra-Marathon) bestätigt. Bei einigen Marathon-, Triathlon-, oder Ultra-Distanzen (insbesondere im europäischen Ausland) sind ärztliche Unbedenklichkeits-Atteste für eine Anmeldung obligatorisch. Auf Grundlage einer aktuellen sportmedizinischen Leistungsdiagnostik könnte der Facharzt u.a. auch eine solche “Unbedenklichkeits-Bestätigung” für die Anmeldung ausstellen.

In einigen Beiträgen die sich mit dem Laufen und im Speziellen mit dem Marathon-Training befassen wird nachdrücklich empfohlen, sich vor dem Beginn des Lauf-Trainings (insbesondere vor dem Beginn des Trainings für einen Marathon) einer sportmedizinischen Leistungsdiagnostik zu unterziehen. Einerseits um mögliche Herz- Kreislauferkrankungen auszuschließen, oder solche rechtzeitig zu erkennen. Grundsätzlich kann ein gut ausgebildeter Lauf-Trainer, bzw. Sportwissenschaftler, anhand der erhobenen Leistungs-Daten ein individuelle abgestimmtes Trainingsprogramm aufstellen. Die Anpassung seines (Lauf-)Trainings an die Ergebnisse der Leistungs-Diagnostik (in Korrespondenz mit den ermittelten Herz-Kreislauf-Daten) kann einerseits vor Überlastungen und Verletzungen schützen, aber auch für ein effizienteres und damit leistungssteigerndes Training genutzt werden.

Die Informationen rund um das Thema der sportmedizinischen Leistungsdiagnostik motivierten mich und so entschloss ich Mitte 2016 (aufgrund meines ersten Marathon-Projekts (Helgoland, Mai 2017), einen solchen Test zu machen. Als sog. “Fatboy” mit gut 20kg zu viel auf den Rippen und mit 55 Jahren sogar schon ein “Lauf-Oldie” ;), wollte ich mich beruhigter meinem Trainingsplan widmen und nichts zusätzlich riskieren. Bei meinen ersten Recherchen schreckten mich jedoch die hohen Kosten eher ab. Nach einigen mehr quälenden Trainingsmonaten und weiterer Internetrecherchen fand ich ein Angebot der Städtischen Klinik Darmstadt (Fach-Abteilung Kardiologie und Sportmedizin). Schon beim ersten Anruf konnte ich alle meine Fragen nach Ablauf, Umfang und genauen Kosten zufriedenstellend klären.

Folgende Informationen, bzw. Hinweise bekam ich:

  • es findet immer eine Basis-Anamnese statt (Patientenaufnahme)
  • es wird eine spirometrische Leistungsdiagnostik angeboten, kein Laktattest durchgeführt.
  • es werden zwei Elektro Kardiogramme (EKG) angefertigt: in Ruhe und unter steigender, bis absoluter Belastung!
  • die Untersuchung führt ein erfahrener Facharzt für Kardiologe und Sportmedizin durch. Dieser erstellt auch die sportmedizinische Auswertung.
  • der Patient bekommt sämtliche erhobene Daten schriftlich, inkl. aller Leistungsdiagramme und eine Trainings- und Belastungsempfehlung (empfohlene Herzfrequenzbereiche im Training, anaerobe bzw. aerobe Bereiche) für sein jeweiliges Training (Radfahren, bzw. Laufen)
  • die Kosten der Basis-Leistungs-Diagnose betragen ca. 80 Euro, die Kosten der erweiterten sportlichen Leistungs-Diagnostik ca. 180 Euro
  • die meisten Krankenkassen zahlen einen Zuschuss zur Basis-Diagnostik und, wenn nötig, auch einen Zuschuss zur erweiterten Leistungs-Diagnostik!
  • ich bekam zusätzlich die Information, dass der Test ca. eine Stunde dauert, sehr schweißtreibend ist und ich am Ende des Tests vor Ort duschen kann. Handtuch wird bei Bedarf gestellt 😉

Da mir keine Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen bekannt ist (“one Apple each day keep the doctor away 🙂 , entschloss ich mich für die Basis Leistungsdiagnostik. Der vereinbarte Termin war am 16.10.2016, 11.00 Uhr.

An dem Untersuchungstag erfolgte zuerst die Anamnese (Abfrage zum allgemeinen Gesundheitsstand, bzw. zu Vorerkrankungen, Medikamenten, Operationen, Gewicht, etc.). Bis auf mein damals viel zu hohes Gewicht (Adopositas ließ grüßen…) gab es keine weiteren gesundheitlichen Probleme.

Anschließend wurde ich gewogen. Dann verkabelt und das Ruhe EKG abgenommen. Nach einigen beruhigenden Worten und noch mit allen Elektroden vom Ruhe-EKG verkabelt gings aufs Ergo-Fahrrad. Zusätzlich wurde eine Atemmaske über Mund und Nase platziert. Anhand der Maske wurde die benötigte Atemluft und Sauerstoffverbrauch während der “Ergo-Fahrrad-Belastung” gemessen. Die zig Elektroden am Körper zeichneten gleichzeitig meine Herz- Kreislauf Daten auf.

Alle 2-3 Minuten änderte sich die Tritt-Belastung (in Watt) des Ergo-Fahrrads. Nebenbei ratterte bei jeder neuen Schwierigkeitsstufe der Drucker und erfasste alle gemessenen Daten auf Papier.

Begonnen wurde bei moderaten 30 Watt, was lockeres Einfahren entspricht. Alle 2 Minuten stieg die Bealstung um ca. 20 Watt. Meine maximale Belastung lag bei 240 Watt.  Dazwischen lagen gut 20 Minuten ohne Pause. Einerseits hieß es immer kräftiger in die Pedale treten und zudem genügend Atemluft über die Maske aufzunehmen. Es war anstrengend! Eine erfahrene Fachkrankenschwester (nebenbei habe ich erfahren, dass sie auch eine sehr erfahrene Langstecken-Läuferin ist) und der Sportarzt/Kardiologe standen beiseite. Beide spornten mich ab ca. 180 Watt an, nicht aufzugeben und alles zu geben….. wirklich alles! 🙂 Zugegeben, es war anstrengend und zudem schweiss-treibend!

Im Anschluss ein kurzes cool-down und nach insgesamt 50 Minuten war es vollbracht. Ich durfte duschen gehen, was auch dringend notwendig war 😉 Meine erste Leistungsdiagnostik hatte ich nun hinter mir. Der Arzt sicherte mir zu die Ergebnisse zu sichten und den Bericht mir so schnell wie möglich zuzusenden.

Die Ergebnisse meines ersten Tests inkl. vereinbarter Rechnung kamen nach ca. 8-10 Tagen nach dem Test per Post. Es wurden keine Herz-Kreislauf-Erkrankung festgestellt, noch gab es auffällige Daten die einem intensiveren Ausdauertraining entgegen stehen. Auf 6-8 Seiten waren die Ergebnisse des Tests verständlich und grafisch gut lesbar dargestellt. Auf zwei Seiten wurden die Leistungsdaten beschrieben und erklärt. Die Vo2max-Werte waren fix und fertig berechnet und gut verständlich dargestellt. Eine komplette Seite gab Empfehlungen zu Trainingsumfang, maximale, minimale Herzfrequenzbereiche während des Trainings, sowie anaerobe, bzw. aerobe Trainingsempfehlungen. Ich kenne nun meine damalige maximale Herzfrequenz, weiß auch wann in etwa meine Muskeln “übersäuern”, bzw. ab welcher Belastung ein Training gut ist für die Ausdauer, oder gut ist um Kraft aufzubauen. Oder dem Grunde nach wenig bis gar nix bringt und mein System überlastet. Abschließend kann ich sagen, dass diese sportmedizinische Leistungsdiagnostik für mich eine rundum gute und sinnvolle Maßnahme war. Hinzu kommt, dass ich viel über mich und meinen Körper gelernt habe.

Da meine Krankenkasse alle zwei Jahre einen ansprechenden Zuschuss (bis zu 80% der Kosten pro Leistungsdiagnostik) zahlt, bin ich (nach nun gut zwei Jahren Marathon-Training) auf die nächsten Ergebnisse sehr gespannt!

... TO BE CONTINUED

PS: die erweitere sportmedizinische Leistungsdiagnostik durfte ich bei einem Bekannten begleiten. Da er Bluthochdruck hat, wurde auch die erweiterte Diagnostik mit 80% von seiner Krankenkasse bezuschusst. Es wird hierbei zusätzlich eine Computer-Tomographische Aufnahme des Herzens angefertigt und hierbei die Herzwandstärke vermessen, sowie das Atemluft-Volumen und weitere spezifische Herz-Kreislaufdaten erhoben . Die erweiterte Untersuchung dauerte insgesamt ca. 60 Minuten. Der Bericht/Diagnose war entsprechend umfangreicher, beinhaltete jedoch auch genauere Daten zum Herz- Lungen-System.

Bei bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z.B. diagnostizierten Bluthochdruck, ist die  erweiterte Leistungsdiagnostik IMHO dringend zu empfehlen!

Laufen bei extremer Hitze …

Alle Hinweise zu Trainings, oder Tipps dazu, insbesondere Laufen bei extremen Bedingungen (Hitze, Kälte, Regen, etc.) gebe ich aus eigener Erfahrung. Wenn ihr euch unsicher seid, oder wissen wollt wann, welche Belastung bei solchen Bedingungen wie der Hitzewelle, noch “gesund” ist, sprecht das am Besten vorher mit einem erfahrenen Sportarzt ab.

Bei der momentanen Hitzewelle und Temperaturen von mehr als +30 Grad, hier einige allgemeine Hinweise und Tipps zum Laufen im Freien:

ausreichend Trinken!

ausreichend Trinken!

ausreichend Trinken!

und wenn möglich Laufen …

… in den (kühleren) Morgenstunden, oder spät abends,

… im Wald, oder im Schatten,

… mit Herzfrequenz-Uhr/Gurt und auf seinen Maximalpuls achten!

… luftige Kleidung

… gut verträglicher, wasserfester Sonnenschutz

… beim Laufen 600-800ml Flüssigkeit pro Stunde zu sich nehmen

(Die im Internet kursierenden Formeln zur Berechnung seines Maximal Pulses, bzw. Sauerstoffaufnahme und Energieumsetzung sind ungenau und können, wenn überhaupt, nur Anhalts-Werte sein. Individuelle Herzfrequenz-, Energieverbrauchs- und Belastungswerte sind nur durch eine sportmedizinische Leistungsdiagnostik ermittelbar!)

Ich selbst kann aufgrund einer Hautempfindlichkeit nicht lange in direkter Sonne Laufen. Es ist mir in direkter Sonne auch TO HOT HOT HOT! Bei extremer Hitze schwitze ich mehr als sonst, werde schneller kraftlos und mir wird manchmal auch etwas schwummerig 😉 Schon nach 10-15 Minuten habe ich großen Durst. Alles Empfindungen die mir zudem den Spaß am Laufen schnell verderben. Also laufe ich entweder sehr früh morgens, oder spät abends. Auf dem Weg zum Marathon “quäle” ich mich schon genug durch, da brauche ich keine Hitze-Mutprobe!! 😉

Passt auf Euch auf!

 

Mein erster Marathon – Helgoland –

Marathon auf Helgoland am 06. Mai 2017

Was soll das denn sein, ein Marathon auf Helgoland? Eine Nordsee-Insel in der Deutschen Bucht mit einer Fläche von 4,2 Quadrat-Kilometern und ca. 1400 Einwohner*Innen. Eventuell bekannt aus den 70igern durch sogenannte Butterfahrten und günstigen, weil zollfreien Alkohol und …. sonst… nichts?!

Vorab: Mein erster Marathon auf Helgoland gehört zu einem meiner beeindruckendsten und schönsten Erlebnisse in meinem “Läufer-Leben”. Ich werde die Zeit vorher, nachher und vor Allem den Marathon selbst niemals vergessen!

Ausgefallene Gegenden und Events für einen Marathon gibt es viele (z.B. den DRAMATHON in der Speyside / Nordschottland;). Aber Helgoland? Warum gerade dort seinen ersten Marathon laufen?

Am 06. Mai 2017, 8:00 Uhr war es dann soweit. Da standen wir. Lars, Uli, Gunther und ich am Hafenbecken auf Helgoland und warteten auf den Startschuss. Alle vier unbedarfte Lauf-Anfänger. Und es gab wirklich einen echten Startschuss! Ich hatte aus einer Laune heraus die Presse angestupst und so kam dann unverhofft sogar das NDR-Fernsehen dazu und berichtete exklusiv von dem Insel-Marathon und von uns Vieren. Unglaubliche Geschichte, aber wahr! Der Bericht des Schleswig-Holstein Magazins vom 06. Mai 2017 kann hoffentlich bald hier veröffentlicht werden (Anfrage beim NDR läuft, Moderator vor Ort war der sportbegeisterte Moderator Philipp Jeß).

Mit dem Training begannen wir im Mai 2016. Die ersten 3 Monate drei mal wöchentlich quasi “Laufen lernen” mit 15 bis 20 Wochenkilometern. Dann 3 Monate bis zu vier mal wöchentlich 20-30 Wochenkilometer Laufen. Es folgten wieder 3 Monate mit 5 mal pro Woche 30-50 Lauf-Kilometer und dann nochmal eine Steigerung auf 40-70 Wochenkilometern die letzten 3 Monate. In den letzten 3 Monaten stand fast jede Woche ein langer Lauf von 30-35 Kilometern auf dem Programm. 4-6 lange Läufe und dann war es vollbracht. Ungefähr 10-14 Tage vor dem Marathon wurde wie bei den Profis getapert. Das heisst der Laufumgang reduziert sich drastisch auf 2-3 kurze Läufe pro Woche.

Insgesamt kamen in 12 Monaten gut 1.300 Trainingskilometer zusammen!

Viele die meinen der Marathon selbst mit seinen 42,195km wäre der schwierigste Lauf. Weit gefehlt! Es sind die vielen Trainingskilometer und vor Allem die langen Läufe von teilweise mehr als 4 Stunden zu absolvieren … der Marathon ist dann quasi “die Kür” 🙂

 

Warum aber auf Helgoland seinen ersten Marathon laufen und nicht in Frankfurt, Hamburg, Berlin, oder sich einen der Marathons in der näheren Umgebung suchen? Das Laufen selbst anzufangen war eine “Bierlaune” unter einigen Fußball-Fans des SV Darmstadt 98. Aber durch Verkettung (un)glücklicher Umstände 😉 entdeckte ein Freund, dass es auf der kleinen Insel Helgoland seit knapp 20 Jahren auch eine Marathon-Veranstaltung gab. Ich selbst wusste das nicht, obwohl ich 2015 auf Helgoland Urlaub machte. Dass dort überhaupt ein Marathon mit einer Länge von 42,195 Kilometern laufbar ist, konnte ich mir damals nicht vorstellen. Schnell waren die einschlägigen Foren und Websites durchsucht und die Recherchen bestätigten es: Tatsächlich gibt es auf Helgoland jedes Jahr einen Marathon!

Nach unseren damaligen Recherchen fanden wir heraus, dass die Marathon-Strecke ein ca. 8,4km Rundkurs istm, der 5mal gelaufen wird. Die Strecke führt jeweils vom sogenannten Unterland ins Oberland. Es gibt eine heftige Steigung und ein heftiges Gefälle. Die ca. 350 Höhenmeter des Laufs kommen zustande, indem eine ca. 250m lange steile Strasse, genannt der “Düsenjäger”, vom Unterland ins Oberland 5 mal uberwunden werden muss.

Auf der Website der Veranstaltung Helgolandmarathon kann sich bei Interesse genauer informiert werden.

Anfang 2016 stand der Entschluss fest: Wir laufen den Helgoland-Marathon! Auch weil Helgoland selbst eine noch immer relativ naturbelassene, jedoch gut versorgte Urlaubsinsel ist. Die Dünen stehen zum Beispiel unter Naturschutz und auch weitere touristische Bauvorhaben sind für Investoren nicht zu realisieren. Autos sind auf Helgoland nicht erlaubt. Zudem gibt es auf Helgoland eine Zollfreiheit auf viele Produkte und der Lauf  ist auch gut mit einem Kurzurlaub zu verbinden 🙂 In der Vorsaison sind die Unterkunfts-Preise auch noch erträglich.

Es gab nur ein Problem: Wir vier waren alle untrainiert, bzw. Wettkampf unerfahren! Zwar hatte jeder von uns mehr, oder weniger sportliche Vorerfahrungen, doch diese reichten teilweise in die Kindheit, bzw. Jugend zurück 😉 Also hiess es: LAUFEN LERNEN!

Wir meldeten uns für den Helgoland-Marathon im Mai 2016 an, der Marathon fand im Mai 2017 statt. Somit hatten wir genau 12 Monate Zeit für das Training. Es gab im Internet entsprechende Trainingspläne die versprachen, uns von 0 auf 42,195 Kilometer in 12 Monaten zu bringen. Natürlich mit dem Ziel ANKOMMEN…. Also: Let’s Go!

Und es hat funktioniert, wenn auch mit einigen Hochs und Tiefs. Verletzung, Erkrankung und Anpassen des Trainingsplans, etc. Es war im Nachhinein ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Aus heutiger Sicht würde ich von 0 auf 42,195 Kilometern nur empfehlen, wenn der, oder diejenige sich absolut den Strapazen bewusst ist, sich diszipliniert und uneingeschränkt gewillt ist, es zu schaffen! Das Ziel vor Augen und dann den Lauf- und Trainingsplan abarbeiten. Keine Ausflüchte, wie zum Beispiel “Es ist zu kalt, es ist zu heiss, es ist zu nass… ich habe zu wenig Zeit”, etc.

Es gibt kaum Experten die eine Marathonvorbereitung in 12 Monaten empfehlen. Viele gehen davon aus, dass es 2 Jahre Training braucht, bis ein/e Anfänger*In in der Lage ist eine Marathondistanz laufen zu können. Aber man findet 12Monats-Trainingspläne für Anfänger*Innen die das versuchen wollen. Aber alleine das Wort “versuchen” sollte bei diesem Vorhaben ganz schnell aus dem Wortschatz gestrichen werden. Ich will einen Marathon in 12 Monaten schaffen! Nur der Wille, das Ziel selbst, es zu schaffen treibte mich voran. Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat.

Und dann war es soweit. Es hieß Koffer packen und zu viert machten wir uns wenige Tage vor dem Termin mit dem Auto auf den Weg. Von Cuxhafen sind wir mit der Fähre (und ohne Auto) nach Helgoland übergesetzt. Die Überfahrt kostete knapp 50 Euro (Hin- und Rückfahrt) und dauerte knapp 2,5 Stunden. Es gibt auch eine Schnellfähre von Kiel aus die lediglich eine Stunde für die Überfahrt benötigt, jedoch doppelt so teuer ist. Wir wollten das volle Programm 😉

Zimmer hatten wir bereits frühzeitig im Mai 2016 bei der Anmeldung gebucht, was sehr zu empfehlen ist! Die Tage um den Helgoland-Marathon sind die Unterkünfte auf Helgoland oft ausgebucht, bzw. für Kurzentschlossene erheblich teurer.

Alles in Allem waren die zwei Tage vor dem Marathon sehr entspannend. Wir hatten mit dem Wetter Glück. Am Marathon-Tag selbst angenehme +10-12 Grad, etwas Sonne, kein Wind. Die beiden Tage nach dem Marathon war Sonne pur und auch sehr entspannt. Die Beine im Strandkorb baumeln zu lassen und der Blick aufs Meer, die Düne und tausenden von Robben zuzusehen war eine echte Belohnung nach dem Marathon.

... to be continued ...

Trainings- und Lauftipps

In 10 Schritten Läufer*In werden

Step 1: Zieh Dir angenehme Sport-Kleidung und Laufschuhe an und … Los geht’s!

Step 2: Suche Dir möglichst in der Nähe Deiner Wohnung ein gut erreichbares, wenig oder nicht befahrenes “Gelände” (am Besten Wald oder Grünanlage).

Step 3: Setze Dir ein Zeit-Ziel (Empfehlung: mindestens 30 bis maximal 45 Minuten).

Step 4: Laufe sehr langsam los – TRABEN – nicht rennen!

Step 5: Noch bevor Du nicht mehr kannst, oder außer Atem kommst – GEHE einige Minuten.

Step 6: Beende Deine Lauf-Walk Einheiten nach 30 – max. 45 Minuten. Du solltest in den ersten 6-8 Wochen während und nach dem Laufen NIE völlig außer Atem sein!

Step 7: Mache solche “Wohlfühl-Läufe” mindestens 2-3 x pro Woche und achte darauf wie Du Dich fühlst. Vermeide ein Auspowern! Laufe nie in die Erschöpfung hinein.

Step 8: An einem Tag pro Woche kannst Du je nach Lust und Laune 30-60 Minuten Radfahren, Schwimmen, Yoga, Gymnastik – oder irgendeine alternative sportliche Aktivität – machen.

Step 9: Wenn Du mind. 30 – 45 Minuten durchgehend, ganz locker und langsam laufen kannst (sollte nach ca. 6-8 Wochen gut funktionieren), setze Dir ein neues Zeit-Ziel. Erfahrungsgemäß sind 60 Minuten angemessen. Achte immer darauf langsam zu Laufen und noch bevor Du Dich verausgabst Gehpausen zu machen.

Step 10: Nach ca. 3 Monaten Lauf-Training (3 x pro Woche) solltest Du den Einstieg geschafft haben! Deiner Lauf-Karriere steht nun nichts mehr im Weg!

... to be continued ...

 

Review THE DRAMATHON 2018

THE DRAMATHON  – The Speyside Single Malt Marathon – fand am 20. Oktober 2018 im Norden Schottlands – in der Speyside bei Dufftown – statt. Die Strecke von insgesamt 42,195 Kilometern (Full Marathon Distance) verlief quer durch die Speyside und führte von der Distillery Glenfarclas zur Distillery Glenfiddich.

DRAMATHON setzt sich aus dem Wort DRAM (= ein Glas mit 2cl Whisky) und MARATHON zusammen 😉 witziger und passender Begriff für einen Marathon im Norden Schottlands. Das “Wasser des Lebens” (Uisge Beatha), wie die Schotten ihren Single Malt Whisky poetisch nennen, hat dort sein Zuhause 🙂 Ich hoffte vor dem Marathon nur, dass es kein DRAMA wird. Aber ich kann stolz mitteilen:

Es wurde kein Drama und ich habe gefinished 🙂 !

Die Marathon Strecke startete an der Distillery Glenfarclas und verlief größtenteils entlang des Speyside Way’s. Vorbei an zahlreichen Whisky-Distillen und entlang des Flusses Spey, war es nach Helgoland wieder ein ganz besonderer Marathon, nur diesmal etwas mehr Trail. Das Ziel befand sich auf dem Gelände der Distillery Glenfiddich (in der Nähe von Dufftown).

Keine Panik! Es bestand weder vor, während, noch nach dem Lauf eine Alkohol-Pflicht 🙂

Es wurde die offizielle Marathon-Distanz von 42,195km gelaufen.

Alle weiteren Informationen (Infos, Strecke, Registrierung, etc.) findet Ihr unter THE DRAMATHON. Meinen ausführlichen Laufbericht gibt es in wenigen Tagen!

Warum einen Marathon in Schottland?

Weil ichs kann 😉 Spass beiseite… Viele stellen mir die Frage warum gerade nach Schottland in die Speyside reisen um den zweiten Marathon zu Laufen? Gibt es doch in Good old Germany und gerade auch in Hessen genügend Marathon-Events die schneller erreichbar und auch populärer sind…

Versuch einer Erklärung: Als ich im Jahr 2015 mit meiner Familie knapp 5 Wochen Urlaub in Schottland machte, war nicht nur ich irgendwie “geflasht” von dem Land, der Kultur, den Sehenswürdigkeiten, den Menschen und als Whisky-Fan natürlich von den vielen meist alten Whisky-Distillerien sehr begeistert.  Ich laufe seit knapp 3 Jahren ambitionierter und regelmäßiger und nehme seither regelmäßig an verschiedenen Lauf Veranstaltungen (5 bis 21 Kilometern) teil. Whisky und im Speziellen Schottischer Single Malt war und ist seit vielen Jahren mein Hobby. Ich saufe nicht, ich genieße es mehrmals im Jahr in gemütlicher Runde mit Freunden, oder auf Whisky-Tasting-Events mich diesem köstlichen Getränk hinzugeben und dabei neben der Herstellung, auch immer wieder etwas über die Geschichte von Schottland zu lernen. Denn Whisky und im Speziellen der schottische Single Malt, seine Herstellung und der Genuss, hat ganz viel mit der Schottischen Historie und der schottischen Kultur zu tun. Single Malt Whisky ist für mich eines der wenigen natürlichen alkoholischen Genuss-Getränke. Zudem lagert die eine oder andere “Sammelflasche” bei mir sicher verpackt im Keller 🙂 Kurz gesagt, mir gefällt es neue Wege auch beim Laufen zu entdecken.

Zur Popularität von Stadt-Marathons nur ein Wort: MASSENVERANSTALTUNG! Lauf-Großveranstaltungen mit tweilweise 40-70 tausend Teilnehmer*Innen sind sicherlich auch etwas ganz Besonderes, aber reizen mich als Läufer eher weniger. Ich sehe mir solche Spektakel lieber im Fernsehen an, als mich durch die Menschen-Massen durchzuquälen.

Warum Schottland: Unsere Familien-Rundreise führte uns damals (mit eigenem Auto!) mit der Fähre von Calais über die Nordsee nach Dover. Die anschließende Fahrt von gut  800 Kilometern, an London vorbei, über Leeds und dann entlang der Ost Küste nach Edinburgh war sehr beeindruckend. Die Reise-Strecke war für sich alleine genommen ein tolles Erlebnis. Unser erstes Bed&Breakfast in Leeds, die zwei Tage in Edinburgh und dann entlang der Küste in den Norden nach Aberdeen durch die Speyside nach Elgin, die vielen Besichtigungen von Schlössern und Seen, Loch Ness, Inverness, unser Ferienhaus in Tomintoul, dann 3 Tage Isle of Sky, zur Distillery Talisker und nach gut 3 Wochen zurück durch die Hybriden und durch die Highlands zum Ben Nevis, Abstecher nach Oban, 2 Nächte Glasgow und wieder zurück durch den Süden von England nach Dover und Calais. Eines der großartigsten und schönsten Urlaubs-Erlebnisse, welches ich nie vergessen werde. Mitgenommen hatte ich damals neben dem ein oder anderen Dram Whisky 🙂 den festen Entschluss, nicht das letzte Mal nach Schottland gereist zu sein. Besonders beeindruckt hatte mich die Nordsee-Küste mit den wunderschönen Städten Elgin, Inverness, sowie die schönen Strände bei Lossiemouth und dem “Strand-Geheim-Tipp” bei Findhorn 🙂

Aber das soll hier kein Reisebericht werden… nur soviel: Als Mitte 2017 mein Freund und Laufpartner auf einen Marathon in der Speyside, dem “Whisky-Marathon” genannt “THE DRAMATHON“, hinwies, sagte ich nach kurzer Recherche “Lass uns den als nächsten Marathon laufen”! Gesagt, getan! Und so ist es dann passiert. Wir vereinbarten daran teilzunehmen. Da es für den ersten DRAMATHON (im Oktober 2017) keine Tickets mehr gab nahmen wir unser nächstes Marathon-Projekt “THEDRAMATHON 2018” entschlossen in Angriff.

Die Tickets für den DRAMATHON wurden am 01.12.2017 um 0:00 Uhr zum Online-Verkauf eingestellt und waren nach wenigen Tagen ausgebucht! Zwei Tickets haben wir uns geschnappt und der Marathon konnte kommen. Und so verknüpfen sich bei mir quasi drei Leidenschaften – Schottland – Whisky und Laufen – that’s it!

Am 20.10.2018 um 10 Uhr war es dann soweit. Der Startschuss fiel an der Distillery Glenfarclas. Ich freute mich riesig auf den Marathon und auf die insgesamt 7 Tage Schottland. Zu einem solch spektakulären Trail-Marathon mit meinem besten Lauf-Partner ever zu reisen war und bleibt etwas ganz Besonderes!

Mein 6-monatiges Training begann am 01. März 2018, genau zwei Monate früher. Zum Einen wusste ich aus meiner ersten Marathon Vorbereitung, dass ich etwas mehr Zeit brauche, andererseits kann immer etwas dazwischen kommen. Meine Erfahrungen mit Krankheit, Verletztungen und mehr Erholungszeit sind mir noch in guter Erinnerung. Gut 4 Wochen vor dem Marathon kurierte ich eine kleinere Grippe aus, konnte jedoch beruhigt den letzten 3 Wochen Vorbereitung entgegen sehen. Die letzten 15 Trainingseinheiten mit insgesamt knapp 180 Kilometern in gut 4 Wochen und nur noch zwei lange Trainingsläufe verliefen gut. Da es in Schottland ein Trail-Marathon war, musste ich den Gedanken an eine persönliche Marathon-Bestzeit schnell vergessen.  Nach Helgoland wird es wieder ein langer schöner Lauf 😉  Wer einen Marathon mit persönlicher Bestzeit und viel Trubel laufen will sollte sich hierzu besser einen der Stadt-Marathons, wie zum Beispiel Frankfurt, Berlin, New-York, Kopenhagen, etc. aussuchen. Einen Marathon auf Straßen-Asphalt mit wenigen bis gar keinen Höhenmetern, oder einen Trail-Marathon mit mehreren hundert Höhenmetern, auf Wald-, Feld- und Wiesen-Wegen zu laufen sind ganz unterschiedliche Voraussetzungen und weder von der Zeit, noch mit der Intensität zu vergleichen. Eluid Kipchoge der Marathon-Weltrekordinhaber von Berlin 2018 hat nach seinem Weltrekord-Lauf gesagt: “Wenn ich so glücklich bleibe wie ich es jetzt bin und tatsächlich auch noch 70 Jahre alt werde, würde ich schon gerne testen, ob ich es in diesem Alter noch schaffe, einen der großen City-Marathons zu finishen. Von mir aus die 42,195 Kilometer dann auch in zehn Stunden. Ich will einfach immer nur auf die Strecke und laufen.” Eine gute Einstellung und eine Aussage die für mich schon als 57 Jähriger gilt 😉 Eventuell laufe ich ja auch noch mit 70 Jahren und dann kann Frankfurt oder Berlin gerne kommen 🙂

In der schottischen Speyside einen Marathon zu Laufen ist ein ganz besonderes Lauf-Erlebnis. So oder so…mein Freund hat es auf den Punkt gebracht: “Für schnelle, oder Bestzeit-Marathons sollte man sich weder Helgoland, noch Schottland aussuchen.” Jeden einzelnen der 42,195 Kilometer haben wir “genossen”  – Wir haben unseren gemeinsamen Marathon Kurzurlaub  hinter uns. Wir sind gemeinsam den Marathon, wenn auch in unterschiedlichen Zeiten, gelaufen, haben gemeinsam gefinished und es uns danach gut gehen lassen. Was will das Läuferherz mehr? 🙂

Die eine und andere Sehenswürdigkeit in der Speyside, die Highlands, das Links-Fahren, Besuche in Distillerien, Fish and Chips und den einen oder anderen Dram mit einem schottischen Ale nach dem Lauf werden in guter Erinnerung bleiben. Ob es weitere (gemeinsame) Lauf-Events geben wird? We will see!

...to be continued

 

 

 

 

 

 

 

 

Was sind Laufschuhe?

Grundsätzlich könnt Ihr mit jedem Sportschuh auch Laufen, oder Joggen. Wer aber nur einmal einen speziell fürs Laufen entwickelten ‘Laufschuh’ ausprobiert hat, wird keine anderen Schuhe zum Laufen anziehen wollen.

Glaubt man den Sport- und Physio-Experten, so haben speziell für den Laufsport entwickelte Schuhe enorme Vorteile, insbesondere bezüglich der Lauf-Ergonomie. Zudem sollen sie den gesamten Bewegungsapparat (Sehnen, Bänder, Gelenke, etc.) beim Laufen besser unterstützen und somit langfristig >>gesünder<< sein.  Wer den Unterschied noch nicht kennt sollte sich im Fachgeschäft beraten lassen und einfach mal einen Laufschuh ausprobieren. Gute Sport-Fachgeschäfte haben solche Angebote, bzw. bieten eine Rücknahme für Laufschuhe, wenn diese nicht das halten was versprochen wurde, oder einfach nicht gut passen. Als ich meine alten Sportschuhe gegen neue Laufschuhe austauschte, war der erste Lauf mit neuen speziellen Lauf-Schuhen ein unbeschreibliches Aha-Erlebnis. Ein weiterer Nebeneffekt: Das Laufen hat mir viel mehr Freude gemacht als mit meinen alten Tretern 🙂

In meinem Blog berichte ich auch über meine Erfahrungen mit Laufschuh-Modellen. Immerhin waren es bei mir in nur 3 Jahren ca. 10 Paar Lauf-Schuhe! Aktuell gibt es einen Kurz-Bericht über meine aktuellen Hoka one one – Modell Clifton 5. Hinweis: Gerne teste ich neue Laufschuhe 🙂 – Fußlänge 28,5cm/maximal 29cm! 🙂

Tipp 1: Da die Preise für aktuelle Laufschuh-Modelle schon mal zwischen ca. 120  bis ca. 200 Euro liegen können, schaut Euch ggf. auch nach Vorgänger-Modellen um. Ihr bekommt oft für wesentlich weniger Geld ebenfalls gute bis sehr gute Laufschuhe. Gerade für (Wieder-) Einsteiger*Innen in den Laufsport eine Alternative. Wenn Ihr am Laufen dauerhaft Freude haben solltet, dann wird es sowieso nicht bei nur einem Paar Laufschuhe bleiben…  🙂

Tipp2: Lasst Euch von Lauf-Erfahrenen Sportlern beraten. Am Besten im Lauf-Geschäft eures Vertrauens, bzw. in eurer Stadt/Region. Eine Laufanalyse auf einem Laufband ist ebenfalls eine gute Möglichkeit von Beginn an seinen Laufstil genauer zu analysieren und einen ersten guten Laufschuh zu finden. Nebeneffekt: Ihr werdet bald mitreden können bezüglich Pronation, Sprengung, Toe-Box, Profil, etc. 😉

Tipp 3: Internet Bestellungen sind ok, aber rechnet auch mit dem einen, oder anderen Fehlkauf! Einige (unabhängige) Lauf-Schuh-Tests im Internet sind ebenfalls gute Informationsquellen.

Hoka one one Clifton 5

Vorneweg: Gute Dämpfung, leichtes Gewicht, angemehmes Tragegefühl.

Als “schwererer Läufer” suche ich oft nach Laufschuhen die zum Einen eine gute Dämpfung mitbringen, gut abrollen, geringere Sprengung aufweisen und trotzdem “stabil” bleiben.

Meiner Erfahrung nach bietet das der neue Hoka Clifton 5. Zudem ist das Mesh-Material atmungsfreundlich, die Füße bleiben auch nach längerem Lauf trocken.

Anmerkung: Die Schuhe benötigen meiner Erfahrung nach gutes Einlaufen. Beim ersten Lauf etwas enges Laufgefühl. Nach 2 bis 3 ca. 10km Läufen sitzt der Cl5 wie angegossen 🙂 Sehr angenehm, jedoch auch nach gut 60km kein “schwammiges” Lauf-Gefühl. Meiner Meinung nach ein rundum gelungener Laufschuh.

Verschluss: Schnürung – Gewicht:532 g (pro Paar in mittlerer Größe) – Sprengung 5 mm

Hoka Website

 

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