BITE THE DRAMATHON

… von der Kunst (Marathon) zu Laufen.

Kategorie: Lauf Events

Laufplanung 2019

Neues Jahr, neues (Lauf)Glück 🙂

Die meisten Lauf Events für 2019 sind längst veröffentlicht und viele Läufer*Innen haben ihre Planung für dieses Jahr bereits abgeschlossen.

Gerne gebe ich an dieser Stelle Hinweise, warum eine Jahres (bzw. Halbjahres-) Planung sinnvoll ist, wo man nach Lauf-Events nachschauen kann und worauf bei der Planung geachtet werden sollte.

Grundsätzlich sind bei den meisten “Volks- und Freizeitlauf-Events” Anmeldungen auch noch kurze Zeit vor dem Start möglich. Es kommt immer darauf an wie die Frequentierung, bzw. die Vorgaben der Veranstalter aussehen.

Dennoch empfiehlt es sich, zumindest bei größeren Events, seine Anmeldung rechtzeitig(er) vorzunehmen. Das garantiert nicht nur seinen Startplatz, sondern erspart auch eine Enttäuschung am Race:Day. Zudem sind fixe Termine auch persönlich feste Ziele. Die Planung ist sozusagen in “trockenen Tüchern” und jede*r kann sich zielgenauer und verbindlicher seinem Training widmen 🙂

Online Adressen für Lauf-Events findet man z.B. hier*:

NATIONAL / INTERNATIONAL

Runners World (nationale und internationale Lauf-Events nach Kategorien unterteilt)

Lauftreff.de (Laufkalender, inkl. Postleitzahl national/international)

Laufen.de (gut sortiert, national/international, auch DLV Laufkalender!)

Marathon.de (Marathon Deutschland, Schweiz und Österreich)

NATIONAL (Germany)

Laufkalender Runme (ausführlicher Laufkalender Deutschland)

HLV – Laufkalender Hessen

HD Sports (Laufkalender Strasse, Deutschland)

Laufkalender24 (Deutschland)

Trophyrunners (beliebte Läufe, inkl. Mudder)

TRAILRUNNING

Trail-Events (Trailrunning international)

 

Lokale Lauf-Events findet ihr meist auf den Webseiten lokaler Sport- und Kulturvereine. Städte und Gemeinden (Sport- und Kulturabteilungen) geben euch gerne Auskunft, bzw. halten meist Broschüren mit Terminen vor. Einfach nachfragen!

Was mir am Race:Day immer hilft: Rechtzeitig vor Ort sein! Als Newbie kurz und knapp vor dem Rennen einzutrudeln kann zusätzlich stressen. Nehmt Euch zudem etwas zu trinken und etwas Handgeld mit. Bei größeren Events (und besonders bei Trails) ist es gut sich den Streckenplan auszudrucken, bzw. einzuprägen. Beachtet die Infos und Hinweise des Veranstalters, dann kann eigentlich nix mehr schief gehen.

Viel Erfolg beim Anmelden, Trainieren und Finishen:)

 

* keine Gewähr für Vollständigkeit und Qualität. Habt ihr gute Event- Kalender? Schreibt mir, oder fügt einen Kommentar ein.

 

The Dramathon 2019

Die Anmeldung zum dritten Speyside Single Malt Marathon THE DRAMATHON 2019 ist ab sofort möglich.

Informationen zum Event findet ihr auf der Dramathon Web Site THE DRAMATHON. Zur Anmeldung geht es hier.

Info zum Event
Es besteht die Wahl zwischen einem Full Marathon (42,195km von der Distillery Glenfarclas zur Distillery Glenfiddich), einem Halbmarathon (21,1km von der Distillery Tamdhu zur Distillery Glenfiddich), einem 10 km langen Lauf (von der Distillery Aberlour zur Distillery Glenfiddich) oder einem Staffellauf (ein Team von 4 Personen teilen sich die Full Marathon Strecke).

Siehe mein Laufbericht THE DRAMATHON 2018. Good Luck 🙂

7-Seen-Lauf-Wettbewerb #1/2018

7-Waters-Running Competition

7-Seen-Lauf-Wettbewerb
Ziel: Laufe innerhalb von 14 Tagen so nah wie möglich um 7 unterschiedliche Gewässer (Tümpel, Teiche, Seen)

Regeln:
1. Laufe pro Gewässer mindestens 1 Meile (1,6 Kilometer) so nah wie möglich um einen Teich, oder einen See.
2. Laufe nur offizielle Routen um das Gewässer! *
3. Veröffentliche Dein Ergebnisse auf Strava.com und füge ein selbst gemachtes Foto von dem Teich hinzu (ein Selfie vor dem Gewässer ist noch besser 😉

* Also Feld-, Wald-, Asphalt- oder Wirtschafts-Wege. Ich überprüfe Deinen Lauf-Weg, soweit es mir möglich ist 😉

Belohnung:
Alle Läufer die den Wettbewerb erledigen, bekommen ein kleines Geschenk von mir! Es kann auch ein kleines gebrauchtes Geschenk sein, aber vertrau mir, es wird eine schöne Belohnung sein!

Wichtig! Wenn Du den Wettbewerb abgeschlossen hast, bitte schicke mir einen Hinweis per E-Mail an fe.ba@riseup.net . Wenn ich Deine Läufe angesehen habe, sende ich Deine Belohnung “AsSoonAsPossible” an Deine Adresse 🙂
Viel Glück und weiterhin viel Spaß mit dem Laufen.

FeBa

ps: Dieser Wettbewerb hat keinen kommerziellen Hintergrund! Die Aktion ist nur zum Spaß 🙂 Ich hatte die Idee gegen Ende meines letzten Marathons am 20. Oktober 2018 in Schottland (THE DRAMATHON). Einerseits machen mir solche kleinen Events rund ums Laufen viel Spaß, andererseits motivieren mich solche überschaubaren Herausforderungen zum weiter machen. Der Hauptgrund ist jedoch mit meinen bisherigen Lauf-Kontakten in Verbindung zu bleiben und eventuell neue Läufer und Läuferinnen kennenzulernen ☺ Ich habe den Wettbewerb in meinem Lieblings-Lauf-Portal bei  STRAVA veröffentlicht. Eure Namen und Adressen werden niemals für die Öffentlichkeit, oder für Werbung benutzt! Der “Wettbewerb” dient nur dem Spaß am Laufen!

English
7-Waters-Running-Competition
Goal: Run as close as possible to 7 waters within 14 days (ponds, lakes)

Regulate:
1. Run at least 1 mile around a pond or lake
2. Run an official route around the waters *
3. Publish your results on Strava.com and add a self-made photo of the pond (a selfie in front of the water is even better;)

* So, Field, forest, road or economic ways. I will check your way, if it’s possible 😉

Reward:
All runners get a small gift from me! It can also be a well prepared used gift, but trust me, it will be a nice and clean reward! ☺
If you have completed the competition, send me a note by e-mail to fe.ba@riseup.net .
If I have reviewed your runs, i will send you the reward AsSoonAsPossible to your postal address 🙂 Good luck and keep on running!

FeBa

ps: There is no commercial background! The action is just for fun 🙂 I had the idea after the race THEDRAMATHON 2018. Also to start my running again (MOTIVATION…) and to stay in contact with other or new runners. I will post the contest on the running Portal at STRAVA. You need a STRAVA account to participate. Your names and any addresses will never be used for the public or for advertising! The “competition” is just for fun! If you have no water in your area, then wait, maybe i will create a „7-desert-competition“ 😉

THE DRAMATHON 2018 IS DONE!

THE DRAMATHON 2018

The Speyside Single Malt Marathon

– MISSION ACCOMPLISHED! –

Am 20. Oktober 2018 gegen 15:30 Uhr war es vollbracht. THE DRAMATHON, von der Glenfarclas Distillery zur Glenfiddich Distillery ist gelaufen! Wer sich über den DRAMATHON in der schottischen Speyside informiert, oder meine Streckenbeschreibung hier im Blog gelesen hat weiss, das war kein "einfacher Marathon". Einige erfahrenere Läufer*Innen fanden diesen Trail-Marathon sogar TOUGH! Aber welcher Marathon mit 42,195 Kilometern ist schon einfach....

Nachfolgend ein paar Impressionen zum Lauf, sowie “HIGHLIGHTS” und  “UPS and DOWNS” meines Marathons 2018 in der Speyside 😉

First:Well prepared!

All fine!

Die Registrierung hatten wir (mein bester Laufpartner ever und ich) bereits einen Tag vor dem Marathon, am Freitag den 19.10.18 hinter uns gebracht. Mit der Startnummer 20 konnte ich gut leben, aber was dieser sogenannte “Dibber” (ein personalisierter Stick mit RFID-Chip für die Zeitmessung) für einen praktischen Nutzen haben sollte, erfuhr ich erst während und nach dem Lauf 🙂

Startnummer und sog. “Dibber” (Zeitmessungs-Stick) inkl. blauen Armband unten rechts.

Kleine Rand-Notiz: Ich hatte mich auf Anfrage im Vorfeld für ein Interview mit dem BBC (BBC The Adventure Show TV) am Tag der Registrierung bei Glenfarclas bereit erklärt. Sobald mir der TV-Bericht vorliegt, gibts nen extra Beitrag 🙂

Vorbereitungen

Nicht nur die Wahl der Laufschuhe und Laufkleidung ist eine wichtige Angelegenheit vor einem langen Lauf. Bei einem Marathon von mehreren Lauf-Stunden soll bei mir alles stimmen. Gut ausgeruht, gut gegessen (Carbo-Loading!), die passende Laufkleidung und Laufschuhe bereit gelegt und dann rechtzeitig und möglichst entspannt an den Start zu gehen. So ist es für mich optimal. Ob alles so wie gedacht auch funktioniert, weiss man erst während, oder spätestens nach dem Rennen. Vor einem Marathon ist mir immer wichtig nichts zu überstürzen und auch keine unnötige Hektik aufkommen zu lassen. So auch vor dem Marathon in Schottland. Die rechtzeitige Anreise, “Klimatisierung” an Land und Leute (Anpassung!), das Essen und genug Zeit für mindestens einen Trainingslauf in der neuen, unbekannten Umgebung, ist für mich obligatorisch, quasi Routine 🙂 Dass alles sorgt bei mir für Sicherheit und Ruhe vor dem Lauf. Eine gewisse Vorfreude auf den Marathon verspürte ich auch.

Den Verlauf der Strecke inkl. Höhenmeterverlauf kannte ich ebenfalls durch die Vorbereitung. Wenige Wochen vor dem Abflug und bis am Abend vor dem Lauf wurde der Streckenplan ausführlich studiert, letzte Details recherchiert und der Lauf geplant (hier mein Bericht zur Strecke).

Streckenkarte – Skizze

Und so kam es dann auch. Mit angespannter Vorfreude, erstaunlich gut ausgeruht, konzentriert und fokussiert, mit guter Laune und somit WELL PREPARED ging es an den Start. Das hiess mit dem Shuttle-Bus von der Distillery Glenfiddich in die ca. 17 Kilometer entfernte Distillery Glenfarclas gefahren zu werden 🙂

Höhenmeter – Skizze

Laufkleidung für den Marathon liegt bereit!

Immer noch alles OK! 🙂

Start:Race

Der Marathon startete um 10h an der Glenfarclas Distillery. Treffpunkt für alle Läufer*Innen war um 9h an der Glenfiddich Distillery. Von dort ging es mit Bussen ca. 17km entfernt zu Glenfarclas.

Gegen 9:30h bei Glenfarclas angekommen, nix wie raus aus dem Bus und sich locker machen, vor Allem mal auf die Toilette 😉 Die Atmosphäre im Bus war ruhig und gelassen, aber irgendwie hatte ich schon ab und an ein Gefühl von “Friedhofs-Ruhe” 😉

Nach und nach fuhren die vielen anderen Busse mit Läufer*Innen vor und so versammelten sich auf dem Startplatz an der Distillery Glenfarclas ca. 500 Marathonis. Insgesamt nahmen an dem DRAMATHON 2018 gut 1600 Läufer*Innen teil (Staffel-, 10 Kilometer-, Halbmarathon- und Full Marathon-Strecke).

But, all Runners were WELL PREPARED! Die Moderation am Start mit den letzten Renn-Informationen war ebenso gut zu verstehen wie die beschwingte Live-Musik einer schottischen BagPipe 🙂 I love it!

Der pünktlich erfolgte Startschuss war auch ganz hinten gut zu hören und los gings. Wie im Tunnel lief ich von ziemlich weit hinten los, startete meine Laufuhr und nach 1-2 Minuten lief ich über die Startlinie. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich bis auf den Startschuss wie im Tunnel los lief. Ich war hoch konzentriert und fokussiert auf die vor mir liegende große Herausforderung eines 42,195 Kilometer langen Marathons.

PartI (bis Halbmarathon)

Über die ersten 5-7 Kilometer kann ich nur sagen: Phänomenal! Noch nie hatte ich ein solch leichtes, aber klares Gefühl, dass ich den Lauf gut packen kann. Meine Anfangszeiten lagen bei knapp 6 Minuten pro Kilometer und ich bekam nichts, rein gar nichts, weder von der Umgebung noch von sonstigen äußeren Einflüssen mit. Nur die Beschaffenheit des Bodens ist mir die ersten Kilometer gut in Erinnerung geblieben: Sehr Grober Asphalt, steinig bis wurzelig, viel Trail und Grasnarben. Die Gedanken auf den ersten Kilometern drehten sich fast ausschließlich um eine möglichst sichere und stabile Lauftechnik. Vor mir Läufer*Innen, hinter mir deutlich spür- und hörbar ebenfalls Läufer*Innen. ….nur nicht umknicken, oder stolpern…daran dachte ich viele Kilometer und konzentrierte mich fast ausschließlich auf den Weg …

Und so lief es dann bei mir fast wie automatisch. Bis etwa Kilometer 12-15, bzw. bis Kilometer 21 (Halbmarathon). Erst bei Kilometer 20 nahm ich bewusst mehr und mehr von der Umgebung wahr und schaltete instinktiv, wahrscheinlich auch aus Vernunft und Erfahrung heraus, mindestens einen Gang runter. Ich realisierte, dass ich den halben Marathon hinter mir hatte und ich wollte nun endlich Zeit haben den Lauf auch zu genießen. Also Laufgürtel angepackt und raus mit dem Handy! Denn ich hatte mir extra mein Handy mitgenommen und nun hatte ich Zeit für Fotos und kleinere Video Aufnahmen von der Strecke und der Umgebung. Wer weiß schon, wann und ob ich überhaupt noch einmal “so locker” in der Speyside laufen kann… 😀

PartII (bis 35 Kilometer)

Als ich meine magischen 30 Kilometer hinter mir hatte (Trainingsläufe von bis zu 35 Kilometern wurden bei KM 30/32 bisher immer unangenehm!) war mir klar, dass die letzten 12 Kilometer zwar noch hart werden, aber ich hatte ein gutes Gefühl und ich hatte Zeit, ganz viel Zeit! Ich war bei jeder Streckenkontrolle immer im Zeit-Limit des Veranstalters, was bedeutet, dass mich niemand anderes als ich selbst “aus dem Rennen” nehmen kann. Und das befreite mich ungemein! Und so lief und walkte ich abwechselnd, auch um noch weitere Fotos und Videos des Speyside-Ways einzufangen und auch um das Gefühl einen Marathon laufen zu können so richtig auszukosten 😄

Das ich einer Läuferin half, die bei Kilometer 25 gestürzt war, wieder auf die Beine zu kommen, weiter zu machen (zum Glück war Ihr bis auf eine Knieverletzung nichts Schlimmeres passiert und wie ich nach dem Lauf erfuhr hat sie auch gefinished) ist mir zwar in Erinnerung, aber so richtig realisiert hatte ich das in dieser Situation nicht. Das Helfen war selbstverständlich und als geprüfter Ersthelfer wusste ich was zu tun ist . Ich musste darüber nicht weiter nachdenken … Zeit spielte für mich lediglich bei Kilometer 21 und 30 eine kleinere Rolle, denn hier gab es sogenannte Time-Limits: Halber Marathon in mindestens 3:30 Stunden und bei 30 Kilometer war das Limit 5:30 Stunden. Jeder der über diese Limits kam wurde disqualifiziert und aus dem Rennen genommen. Da ich bei der Hälfte des Marathons knapp 2:30 Stunden unterwegs war, konnte ich ohne Stress die 30 Kilometer Kontrolle mit ausreichendem zeitlichen Puffer erreichen. Ab Kilometer 30 war jeder weitere Kilometer quasi ein Etappensieg für mich. Ich hatte gut trainiert und habe bei diesem Trail spätestens ab Kilometer 30 gar nicht mehr an Zeiten und schon gar nicht auf die Uhr geschaut. Ich wollte die Umgebung und die Strecke nur noch “genießen”. Und das hat im Rückblick auf den Marathon sehr gut funktioniert!

Bei Kilometer 32/33 bekam ich etwas Schmerzen in beiden Hüftbereichen. Hinzu kam bei einer Steigung plötzlich ein leichtes Ziehen im linken Schienbeinmuskel.  Die Hüftschmerzen kannte ich gut und wusste damit umzugehen. Aber ein Ziehen im Schienbein war mir neu. Also kurz nachgedacht und ganz bewusst in die Walk-Run-Walk Methode umgeschaltet und immer schön auf die Signale des Körpers geachtet. Geholfen hat mir diese Mehode schon oft. Während dieser Phase habe ich zusätzlich mindesten zwei dieser Sodium Gels mit ausreichend Wasser zu mir genommen. Und es funktionierte. Ab Kilometer 35 gings wieder, wenn ich auch erst einmal bewusst weiter machte mit der strategisch genialen Run-Walk-Run Methode (Jeff Galloway sei Dank, Du bist der Größte!)

PartIII (35-40 Kilometer)

Ab Kilometer 35/36, nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel, wurde mir die Endlichkeit des DRAMATHONs erst richtig bewusst. Als ich das 4 Meilen Schild erblickte wollte ich nur noch walken, auch weil die Umgebung mich mehr und mehr begeisterte. Aber nur Walken bei einem offiziellen Marathon-Rennen und sogar Walkend durch Ziel schleichen, das geht ja gar nicht! 😉 Ich habe mich in dieser Phase des Laufs auf dem Weg mit vielen Läufer*Innen nebenbei kurz, aber gut ausgetauscht. Einige Läufer*Innen, an denen ich in dieser Phase des Rennens vorbei trabte meinten “you’ll be fine”, oder so ähnlich, das motivierte mich sehr… aber ich muss zugeben durch die leichte Steigung gegen Ende des Rennens wurde es schwer und schwerer im Laufrythmus zu bleiben. In dieser Phase hilft mir immer eine gewisse Selbstmotivation 😉 Beim letzten Marathon waren es Gedanken an meine Liebsten, meine Familie. Bei diesem Rennen dachte ich auf den letzten Kilometern bis zum Ziel hauptsächlich an den Titel des Buches von Marc Bischoff “Lauf, Du Sau – Geschichten vom Laufen”  🙂 Aber seht selbst …

 

Finish (Zieleinlauf)

Und dann…ein kurzer Lauf durch die Distillery Balvenie, letzte Fotos und Videos während dem Laufen, dann noch ein ewig lang erscheinender Weg an den Warehouses von Balvenie und Glenfiddich vorbei und das Handy immer schön auf Aufnahme geschaltet 🙂 Immer Straight away…straight away… dem Ziel entgegen.

Nach einer kleinen Kurve plötzlicher Jubel. Zuschauer jubeln und da war es: das Ziel ist erkannt und angepeilt – und DURCH – THAT’S IT!

Erst Tage später wurde mir klarer, dass ich gut und gerne mindestens 20 Minuten, teilweise durch meine ausführlichen Rastzeiten an den super bestückten sieben(!) Service-Stationen (leckere Brownies, Kuchen, Gels, Wasser, ISO, Gummibärchen, etc.), oder nette Pläuschchen mit anderen Läufer*Innen, der ersten Hilfe auf dem Trail und den vielen Sight-Seeing Elementen mit Fotos und Videos verbracht habe. Das Erreichen einer persönlichen Marathon-Bestzeit hatte ich nur wenige Wochen vor dem Marathon und seit dem Start nur einen Gedanken: FINISHEN 😉 Resume: Es hat für mich wieder alles gepasst! Es hat grossen Spaß gemacht und gefinished habe ich letztendlich dann doch mit einer persönlichen Marathon-Bestzeit! Und das Allerbeste zum Schluss: Mir ging es bereits einen Tag nach dem Marathon erstaunlich gut. Und damit konnte der nächste Tag nach dem Marathon, After:Race, auch gerettet 🙂 🤷

Die Give-Aways des DRAMATHON können sich auch sehen lassen: Technical Shirt, Whisky-Samples, Fass-Dauben Medaille, Shortbred, etc. … die after.race Party konnte kommen 🙂 Aber auch das ist eine ganz andere Geschichte …

Der Stolz einer jeden Läufer*In: Medaille und Giveaways en masse… 🙂

Die “Trophäen-Sammlung” 🙂

Und zur Belohnung: ANGUS STEAKS!

I HAVE BITE-THEDRAMATHON!

 

After:Race

Fragen: “Na wie war es denn so, wie geht es Dir nach so einem langen Lauf von vielen Stunden? Falls Freunde und Bekannte das interessiert und noch was wissen wollen….? Einfach Fragen, oder kommentieren, oder: In dem Video findet ihr die Antwort auf (fast) alle Fragen… 😉

Wie geht es weiter?

Ich habe bereits einen kleinen DRAMATHON Film erstellt! Den gibts nach der Freigabe der persönlichen Bilder meines besten Laufpartners ever hier exklusiv!

Ansonsten….wie geht es weiter? Zuerst werde ich eine kleine Laufpause einlegen. Der Marathon und vielmehr die knapp 1500 Trainingskilometer aus der 6-monatigen Vorbereitung stecken mir in den Knochen und Muskeln. Regeneration ist hier angesagt. In den nächsten Wochen sind bei mir eher Läufe mit geringerem Umfang angesagt.

Zudem ist meine Motivation für längere Läufe derzeit bei “0,0”. Eine Idee für “Themen-Trainings-Läufe”kam mir in Schottland: Entweder eine Berg-Lauf-Serie (gibt’s schon viele…), oder eine See-Lauf-Serie… oder zukünftig doch ein ganz anderes Hobby.. wie wäre es mit Modell-Eisenbahnen? 😏 Spass beiseite, wen es interessiert: Hier gehts zu meinem spontanen nächsten Projekt der 7-Waters-Running-Competition ) oder auf deutsch: Dem 7-Seen-Lauf-Wettbewerb 🙂 Wer gerne teilnehmen möchte müsste sich auf Strava.com anmelden. Strava.com kann ich für Läufer*Innen grundsätzlich empfehlen. Es macht großen Spaß nicht nur seine Läufe zu dokumentieren, sondern diese auch mit anderen zu teilen und so alte Lauf-Kontakte zu pflegen und eventuell auch neue Lauf-Kontakte zu bekommen.

Und ansonsten…. I WILL SEE … 🙂

Für Marathons zu trainieren und bei offiziellen Marathon-Rennen zu finishen (i did it twice!) waren für mich sehr prägende Erfahrungen. Ich bin gespannt was mein älteres Läufer-Herz noch zu leisten im Stande ist 🙂

“If you run, you are a runner. It doesn’t matter how fast or how far. It doesn’t matter if today is your first day or if you’ve been running for twenty years. There is no test to pass, no license to earn, no membership card to get. You just run.”

THE DRAMATHON 2018 – Streckenbeschreibung

Das Läufer*Innen-Briefing des Veranstalters ist am 08. September 2018 per Mail eingetroffen! Es beinhaltet die Regeln des Trail-Marathons THE DRAMATHON und eine genauere Laufstreckenbeschreibung. Abgerundet wird das Briefing durch die Einladung zur After-Run-Party am 20.10.2018 in der Distillery Glenfiddich 🙂

ES KANN ALSO LOSGEHEN!

Aufgrund der vorliegenden Infos habe ich versucht die Strecke mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln (Internet, Google Maps, Topo Karten&Co…) genauer nachzuvollziehen und auf die eine oder andere Besonderheit genauer beschreibend einzugehen.

 

THEDRAMATHON 2018 (am 20.10.2018)                         version 1.3

Von der Distillery Glenfarclas zur Distillery Glenfiddich (Marathon 42,195km)

(Quelle(n): grober Streckenplan https://thedramathon.com, Google Maps 3D (soweit es technisch möglich war) und Topo Wanderkarten unter https://www.walkhighlands.co.uk/moray/ballindalloch-grantown.shtml)

Der Treffpunkt für die Marathon-Teilnehmer*Innen ist bei der Distillery Glenfiddich. Von dort werden alle Marathonis per Shuttle zum Start bei der Glenfarclas Distillery gebracht. Von dort geht es die 42,195 Kilometer zurück zur Distillery Glenfiddich.

Der Marathon startet direkt an der Distillery Glenfarclas, Road End.

Von dort geht es in südliche Richtung rechts auf einen asphaltierten autobreiten Wirtschaftsweg. Dem asphaltierten Weg ca. 1,5km neben Feldern und Wiesen entlang. Nach ca. 1km an einer kleinen Ruine links in einen teilweise befestigten, eher löchrig-holprigen, schmaleren Wirtschaftsweg abbiegen. Der Weg geht in einer Rechtsschleife um ein größeres Feld mit ca. 2km Länge.

Weiter südlich bei km 4-5 zuerst rechts halten, dann links in den gut ausgebauten asphaltierten Wirtschaftsweg abbiegen. Dieser Streckenabschmitt führt bis Ballindalloch.

Nach Ballindalloch über die Kreuzung (A95) und weiter geradeaus. Ein kleines Kassenhäuschen steht mitten auf der Straße (Eintritt für das Castle entfällt J, an diesem vorbei laufen. Nach knapp 1km rechts halten und der gut asphaltierten Straße weiter Richtung Ballindalloch Castle folgen (6km). Dieser Streckenabschnitt ist touristisch sehr gut erschlossen. Es handelt sich um einen ca. 2km Rundkurs um das Castle.

Vom Castle geht es 2km in südliche Richtung zur Bridge of Avon.  Rechts über die historische Brücke und nach ca. 1,5km durch eine kleine Unterführung, die unter der Schnellstraße hindurchgeht. This hole is awesome 😉

Dann weiter Richtung Süden. Soweit dieser Streckenabschnitt bei Google Maps einsehbar, ist auch diese Strecke komplett asphaltiert, bzw. gut ausgebaut. Der Asphalt ist des Öfteren etwas rissig, also Beine heben 😉
Bei km 8-9 gibts eine etwas stärkere Steigung, aber nix Dolles (Wild Alba Tours bei ca. km 7,5, Achtung, etwas steiniges Areal!)

Bei km  9 geht es rechts in eine “Stichstrasse” zum  Castle Golf Course. Am Ende dann ein U-Turn und ca. 500 Meter zurück. Am Ende des Weges nach rechts Richtung der Schnellstraße A95. Vorbei an der Ballindalloch Distillery.

Der nächste Streckenabschnitt lässt sich aus dem sehr groben Plan des Veranstalters nur schwer nachvollziehen: Die Schnellstraße muss wohl ca. 150 Meter seitlich belaufen, dann überquert werden?! In jedem Fall gibt es an dieser Stelle eine kurze Steigung von 1 Kilometer Länge bis eine Seitenstraße nach rechts in Richtung Cragganmore und in Richtung des Flusses Spey führt (Beschildert!).

Es folgt eine ca. 3 Kilomter lange Linksschleife immer auf, bzw. an der B9137 entlang. Diese Strecke führt an einer der ältesten Distillerien vorbei, der Cragganmore Distillery (vorzüglicher Single Malt!). Nach der Distillery wird es sehr schotterig. Nach wenigen hundert Metern auf dem Schotterweg erreicht man die Cragganmore Lodges und eine Bahnbrücke bis zum Fluss Spey. Ich gehe davon aus, dass es einen Laufweg neben, oder an der Brücke gibt 😉 Nach der Bahnbrücke über den Fluss Spey sind gut 13k geschafft.

Danach geht es geradaus Richtung B9102 und ca. 8 km linksseitig am Spey entlang. Es handelt sich um einen von drei der berühmtesten Weitwanderwege in Schottland – dem Speyside Way -, einen gut belaufbaren Feld- und Wanderweg bis Knockando. Bei Kilometer 18 erreicht man die Distillery Tamdhu (ebenfalls sehr guter Single Malt!). Neben einem Seitenarm des Spey geht es ca. 3 Kilometer nördlich auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg in Richtung Cardow und an der Distillery Cardhu vorbei. Die Straße folgen und wieder Richtung dem Fluss Spey erreicht man nach ca. 2 Kilometern den Knockando Estate – THE HEART OF THE SPEY – .  Wer genau schaut kann am Fluss Spey die Lachse springen sehen 🙂

Nach dem Estate (Wiesen und Wäldchen) ist der halbe Marathon gepackt 🙂

Auf ausgebauten Wirtschaftswegen geht es 2-3 Kilometer geradeaus und nach einem 1km Bogen/Knick gehts weiter auf dem Speyside Way, einem sehr populären geraden flachen Weitwanderweg direkt am Fluss entlang Richtung Speyside Brücke. Nach der Brücke quert der Speyside Way eine weitere kleinere Brücke. Der Speyside Way (einer der schönsten Wanderwege in der Speyside) endet nach ca. 9 Kilometern am Fiddich Park. Dort angekommen liegen 30 Kilometer Laufstrecke hinter uns.

Nach dem Fiddich Park geht es neben dem Fluss Fiddich entlang – ES SOLL HIER AUCH DIE QUERUNG EINER WIESE NOTWENDIG SEIN!

... und nun ratet mal ganz konzentriert wohin dieser ca. 12,195 Kilometer lange Wander- und Feldweg führt? ;) (Lösung: siehe oben)

Einen guten Lauf!

Ferdi, 30.09.2018

BILDER GIBT ES AUS COPYRIGHT-GRÜNDEN leider ERST NACH DEM MARATHON!

 

Zusätzliche Informationen

https:/thedramathon.com

Three official Long Distance Routes in Scotland

– Speyside Way
– Southern Upland Way
– Great Glen Way

http://www.speysideway.org/
Contact: Speyside Way Visitor Centre,
Old Station Building,
ABERLOUR,
Banffshire,
AB38 9QP
Telephone 01340 881266
Fax 01340 881266
E:mail: speyside.way@moray.gov.uk

Other long distance ways in GB: see “Long Distance Walkers Association and Epaths”.
extras for special Trailrunners: Cairngorm Mountains, oder gleich auf den Ben Nevis 😉

Halbmarathon “Halber Heiner” in Darmstadt

Lauf-Event „Halber Heiner“ am 02.09.2018 in Darmstadt (Südhessen)

Organisation

Siehe Veranstalter/Vereins-Homepage unter http://darmstadt-halbmarathon.de

  • Anmeldung: Online-Anmeldung über die Homepage und RaceResult. Anmeldungen waren bis ca. 20 Minuten vor dem Lauf in Startnähe noch möglich!
  • Startnummern: Rechtzeitige Ausgabe der Startnummern vor Ort. Keine Wartezeit. Sehr übersichtlich!
  • Start- und Ziel: Memoryfield in Darmstadt, Bezirk Heimstättensiedlung, Baseballfeld
  • Kommunikation und Betreuung: An jeder Abzweigung und im Start-/Zielbereich Betreuer*Innen. Gesamt gemeldete Teilnehmer*Innen: 244, davon 172 Läufer*Innen für die 21,1km, 67 für die 10km und 2 Staffeln.

Strecke/n

  • Länge: Halbmarathon 21,1 km (“Halber Heiner”), Staffellauf Halbmarathon und 10 km
  • Beschaffenheit: 30% grober Asphalt, 40% geschotterte Waldwege, 30% Waldboden mit stellenweise Wurzeln und lockerer Boden (kurze “Wald-Trails”). Eine kleine Erhebung nach ca. 5km von ca. 45 Höhenmetern.
  • Versorgung: Alle 3-5km Wasserausgabestellen. Gut betreute Streckenposten an den Abzweigungen. Im Ziel gibt es Wasser, Tee, alkoholfreies Bier.

Ergebnisse

  • Siegerehrung: Die Siegerehrung (die ersten 3 Plätze der Altersgruppen) wurde ca. 3 Stunden nach dem Start feierlich auf schön dekorierten Bühnen-Podesten durchgeführt.
  • Urkunden: Ergebnisse und die Urkunden standen noch am gleichen Tag online zur Verfügung. Einziges Manko, die Streckenlänge wurde nicht mit ausgedruckt (wird eventuell nachgeholt). Link zum Urkundenausdruck 2018:        Zu Ergebnissen “Halber Heiner”von RaceResult

Review THE DRAMATHON 2018

THE DRAMATHON  – The Speyside Single Malt Marathon – fand am 20. Oktober 2018 im Norden Schottlands – in der Speyside bei Dufftown – statt. Die Strecke von insgesamt 42,195 Kilometern (Full Marathon Distance) verlief quer durch die Speyside und führte von der Distillery Glenfarclas zur Distillery Glenfiddich.

DRAMATHON setzt sich aus dem Wort DRAM (= ein Glas mit 2cl Whisky) und MARATHON zusammen 😉 witziger und passender Begriff für einen Marathon im Norden Schottlands. Das “Wasser des Lebens” (Uisge Beatha), wie die Schotten ihren Single Malt Whisky poetisch nennen, hat dort sein Zuhause 🙂 Ich hoffte vor dem Marathon nur, dass es kein DRAMA wird. Aber ich kann stolz mitteilen:

Es wurde kein Drama und ich habe gefinished 🙂 !

Die Marathon Strecke startete an der Distillery Glenfarclas und verlief größtenteils entlang des Speyside Way’s. Vorbei an zahlreichen Whisky-Distillen und entlang des Flusses Spey, war es nach Helgoland wieder ein ganz besonderer Marathon, nur diesmal etwas mehr Trail. Das Ziel befand sich auf dem Gelände der Distillery Glenfiddich (in der Nähe von Dufftown).

Keine Panik! Es bestand weder vor, während, noch nach dem Lauf eine Alkohol-Pflicht 🙂

Es wurde die offizielle Marathon-Distanz von 42,195km gelaufen.

Alle weiteren Informationen (Infos, Strecke, Registrierung, etc.) findet Ihr unter THE DRAMATHON. Meinen ausführlichen Laufbericht gibt es in wenigen Tagen!

Warum einen Marathon in Schottland?

Weil ichs kann 😉 Spass beiseite… Viele stellen mir die Frage warum gerade nach Schottland in die Speyside reisen um den zweiten Marathon zu Laufen? Gibt es doch in Good old Germany und gerade auch in Hessen genügend Marathon-Events die schneller erreichbar und auch populärer sind…

Versuch einer Erklärung: Als ich im Jahr 2015 mit meiner Familie knapp 5 Wochen Urlaub in Schottland machte, war nicht nur ich irgendwie “geflasht” von dem Land, der Kultur, den Sehenswürdigkeiten, den Menschen und als Whisky-Fan natürlich von den vielen meist alten Whisky-Distillerien sehr begeistert.  Ich laufe seit knapp 3 Jahren ambitionierter und regelmäßiger und nehme seither regelmäßig an verschiedenen Lauf Veranstaltungen (5 bis 21 Kilometern) teil. Whisky und im Speziellen Schottischer Single Malt war und ist seit vielen Jahren mein Hobby. Ich saufe nicht, ich genieße es mehrmals im Jahr in gemütlicher Runde mit Freunden, oder auf Whisky-Tasting-Events mich diesem köstlichen Getränk hinzugeben und dabei neben der Herstellung, auch immer wieder etwas über die Geschichte von Schottland zu lernen. Denn Whisky und im Speziellen der schottische Single Malt, seine Herstellung und der Genuss, hat ganz viel mit der Schottischen Historie und der schottischen Kultur zu tun. Single Malt Whisky ist für mich eines der wenigen natürlichen alkoholischen Genuss-Getränke. Zudem lagert die eine oder andere “Sammelflasche” bei mir sicher verpackt im Keller 🙂 Kurz gesagt, mir gefällt es neue Wege auch beim Laufen zu entdecken.

Zur Popularität von Stadt-Marathons nur ein Wort: MASSENVERANSTALTUNG! Lauf-Großveranstaltungen mit tweilweise 40-70 tausend Teilnehmer*Innen sind sicherlich auch etwas ganz Besonderes, aber reizen mich als Läufer eher weniger. Ich sehe mir solche Spektakel lieber im Fernsehen an, als mich durch die Menschen-Massen durchzuquälen.

Warum Schottland: Unsere Familien-Rundreise führte uns damals (mit eigenem Auto!) mit der Fähre von Calais über die Nordsee nach Dover. Die anschließende Fahrt von gut  800 Kilometern, an London vorbei, über Leeds und dann entlang der Ost Küste nach Edinburgh war sehr beeindruckend. Die Reise-Strecke war für sich alleine genommen ein tolles Erlebnis. Unser erstes Bed&Breakfast in Leeds, die zwei Tage in Edinburgh und dann entlang der Küste in den Norden nach Aberdeen durch die Speyside nach Elgin, die vielen Besichtigungen von Schlössern und Seen, Loch Ness, Inverness, unser Ferienhaus in Tomintoul, dann 3 Tage Isle of Sky, zur Distillery Talisker und nach gut 3 Wochen zurück durch die Hybriden und durch die Highlands zum Ben Nevis, Abstecher nach Oban, 2 Nächte Glasgow und wieder zurück durch den Süden von England nach Dover und Calais. Eines der großartigsten und schönsten Urlaubs-Erlebnisse, welches ich nie vergessen werde. Mitgenommen hatte ich damals neben dem ein oder anderen Dram Whisky 🙂 den festen Entschluss, nicht das letzte Mal nach Schottland gereist zu sein. Besonders beeindruckt hatte mich die Nordsee-Küste mit den wunderschönen Städten Elgin, Inverness, sowie die schönen Strände bei Lossiemouth und dem “Strand-Geheim-Tipp” bei Findhorn 🙂

Aber das soll hier kein Reisebericht werden… nur soviel: Als Mitte 2017 mein Freund und Laufpartner auf einen Marathon in der Speyside, dem “Whisky-Marathon” genannt “THE DRAMATHON“, hinwies, sagte ich nach kurzer Recherche “Lass uns den als nächsten Marathon laufen”! Gesagt, getan! Und so ist es dann passiert. Wir vereinbarten daran teilzunehmen. Da es für den ersten DRAMATHON (im Oktober 2017) keine Tickets mehr gab nahmen wir unser nächstes Marathon-Projekt “THEDRAMATHON 2018” entschlossen in Angriff.

Die Tickets für den DRAMATHON wurden am 01.12.2017 um 0:00 Uhr zum Online-Verkauf eingestellt und waren nach wenigen Tagen ausgebucht! Zwei Tickets haben wir uns geschnappt und der Marathon konnte kommen. Und so verknüpfen sich bei mir quasi drei Leidenschaften – Schottland – Whisky und Laufen – that’s it!

Am 20.10.2018 um 10 Uhr war es dann soweit. Der Startschuss fiel an der Distillery Glenfarclas. Ich freute mich riesig auf den Marathon und auf die insgesamt 7 Tage Schottland. Zu einem solch spektakulären Trail-Marathon mit meinem besten Lauf-Partner ever zu reisen war und bleibt etwas ganz Besonderes!

Mein 6-monatiges Training begann am 01. März 2018, genau zwei Monate früher. Zum Einen wusste ich aus meiner ersten Marathon Vorbereitung, dass ich etwas mehr Zeit brauche, andererseits kann immer etwas dazwischen kommen. Meine Erfahrungen mit Krankheit, Verletztungen und mehr Erholungszeit sind mir noch in guter Erinnerung. Gut 4 Wochen vor dem Marathon kurierte ich eine kleinere Grippe aus, konnte jedoch beruhigt den letzten 3 Wochen Vorbereitung entgegen sehen. Die letzten 15 Trainingseinheiten mit insgesamt knapp 180 Kilometern in gut 4 Wochen und nur noch zwei lange Trainingsläufe verliefen gut. Da es in Schottland ein Trail-Marathon war, musste ich den Gedanken an eine persönliche Marathon-Bestzeit schnell vergessen.  Nach Helgoland wird es wieder ein langer schöner Lauf 😉  Wer einen Marathon mit persönlicher Bestzeit und viel Trubel laufen will sollte sich hierzu besser einen der Stadt-Marathons, wie zum Beispiel Frankfurt, Berlin, New-York, Kopenhagen, etc. aussuchen. Einen Marathon auf Straßen-Asphalt mit wenigen bis gar keinen Höhenmetern, oder einen Trail-Marathon mit mehreren hundert Höhenmetern, auf Wald-, Feld- und Wiesen-Wegen zu laufen sind ganz unterschiedliche Voraussetzungen und weder von der Zeit, noch mit der Intensität zu vergleichen. Eluid Kipchoge der Marathon-Weltrekordinhaber von Berlin 2018 hat nach seinem Weltrekord-Lauf gesagt: “Wenn ich so glücklich bleibe wie ich es jetzt bin und tatsächlich auch noch 70 Jahre alt werde, würde ich schon gerne testen, ob ich es in diesem Alter noch schaffe, einen der großen City-Marathons zu finishen. Von mir aus die 42,195 Kilometer dann auch in zehn Stunden. Ich will einfach immer nur auf die Strecke und laufen.” Eine gute Einstellung und eine Aussage die für mich schon als 57 Jähriger gilt 😉 Eventuell laufe ich ja auch noch mit 70 Jahren und dann kann Frankfurt oder Berlin gerne kommen 🙂

In der schottischen Speyside einen Marathon zu Laufen ist ein ganz besonderes Lauf-Erlebnis. So oder so…mein Freund hat es auf den Punkt gebracht: “Für schnelle, oder Bestzeit-Marathons sollte man sich weder Helgoland, noch Schottland aussuchen.” Jeden einzelnen der 42,195 Kilometer haben wir “genossen”  – Wir haben unseren gemeinsamen Marathon Kurzurlaub  hinter uns. Wir sind gemeinsam den Marathon, wenn auch in unterschiedlichen Zeiten, gelaufen, haben gemeinsam gefinished und es uns danach gut gehen lassen. Was will das Läuferherz mehr? 🙂

Die eine und andere Sehenswürdigkeit in der Speyside, die Highlands, das Links-Fahren, Besuche in Distillerien, Fish and Chips und den einen oder anderen Dram mit einem schottischen Ale nach dem Lauf werden in guter Erinnerung bleiben. Ob es weitere (gemeinsame) Lauf-Events geben wird? We will see!

...to be continued

 

 

 

 

 

 

 

 

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